Schlager ordnet in neuer Saison alles Olympia unter
- Verletzte Zehe macht Sorgen, Pro-Tour-Start in Korea wackelt

Weltmeister Werner Schlager und sein Klub SVS Niederösterreich stehen nach der für beide Seiten bisher erfolgreichsten Tischtennis-Saison vor einer noch größeren Herausforderung. Das neue Spieljahr startet Anfang September mit dem Pro-Tour-Turnier in Korea und endet erst knapp ein Jahr später mit Olympia in Athen.
Bis zum Saison-Höhepunkt gilt es, in Champions League, Superliga, Meisterschaft, in der EM- und Olympia-Qualifikation sowie bei der Team-WM zu reüssieren. Die Qualifikation für die Spiele 2004 hat Schlager wie auch Chen Weixing zwar schon geschafft, dennoch blickt er den kommenden Aufgaben derzeit nicht sorgenfrei entgegen. Grund ist der Heilungsverlauf seiner gebrochenen rechten Zehe.
"Das ist noch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Meine längste Verletzungspause hat bisher drei Wochen gedauert, das geht jetzt trotz Magnetfeld- und anderer Behandlung schon sechs, sieben Wochen." Am Freitag hat der 30-Jährige die nächste Untersuchung, am Montag bekommt er den Befund.
Davon macht es der Weltranglisten-Zweite abhängig, ob er in Korea dabei ist. "Wenn es irgendwie geht, möchte ich teilnehmen." Grundsätzlich will der Niederösterreicher in den kommenden zwölf Monaten alles dem Olympia-Turnier unterordnen. "Das ist mein großes Ziel, da muss alles andere in den Hintergrund treten", erklärt der Mixed-Europameister.
Auf Klub-Ebene ist der erstmalige Gewinn der Champions League das große Ziel, Schlager glaubt an die Chance: "Wir haben uns leider nicht verstärkt, haben aber dennoch unsere Möglichkeiten. Die Partien werden alle sehr knapp ausgehen." Das erste Match findet am 31. Oktober in Wolkersdorf statt.
Von den übrigen Team-Mitgliedern will sich Chen mit möglichst viel Turnierpraxis auf Olympia einstimmen. Kostadin Lengerov spitzt auf die Olympia-Einzel-Quali Ende November und Karl Jindrak will das Athen-Ticket im Doppel im April buchen.
(apa)
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