EURO 2004 wird Portugal 796 Mio. € Gewinn bescheren
- WM 2006: Deutschland wäre über "Nulldefizit" froh
- EURO 2008 sollte gutes Geschäft sein

Portugal wird mit der Ausrichtung der Fußball- Europameisterschaft vom 12. Juni bis 4. Juli 2004 etwa 796 Millionen Euro einnehmen. Das erklärte der Marketing-Direktor der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Lars-Christer Olsson, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Lissabon nach einem Treffen mit den EURO-Organisatoren.
Eine UEFA-Studie, in der der wirtschaftliche Nutzen der EURO 2004 für den Gastgeber untersucht wurde, stellt den Portugiesen 262 Mio. Euro Einnahmen aus der Tourismus-Branche in Aussicht. Hinzu kommen 244 Mio. Euro durch Investoren. Auf 290 Mio. Euro wird der Wert der Werbemaßnahmen für das Land geschätzt. Rund vier Milliarden Euro investiert Portugal in die Ausrichtung der Europameisterschaft, die in acht verschiedenen Städten stattfinden wird.
Für die EURO 2008, die in Österreich und der Schweiz stattfindet, ergab eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) vom März für Österreich eine Steigerung der Wertschöpfung um bis zu 240 Mio. Euro.
Die Organisatoren der WM 2006 in Deutschland erwarten bei der Groß-Veranstaltung keinen Gewinn. "Wir wären froh, wenn wir am Ende eine schwarze Null schreiben können", sagte OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach am Dienstag. "Wir haben einen 400-Millionen-Euro-Etat zu stemmen. Wir haben viele und teure Pflichten übernehmen müssen", erklärte Niersbach.
(apa)
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