Polizei kritisiert Interviews von Sahara-Ex-Geiseln
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"Wir wollen die Wahrheit erzählen"
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Die deutsche Polizei hat Kritik geübt an Interviews, welche die bisher befreiten Sahara-Geiseln nach ihrer Rückkehr nach Deutschland gegeben haben. "Unsere Empfehlungen wurden einfach ignoriert", sagte der Chef der Kriminalpolizei von Miesbach, Flavio Messerer, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Der Kripo-Chef erklärte: "Im Auftrag des Auswärtigen Amtes haben wir die Freigekommenen von der Öffentlichkeit abgeschirmt und auf sie eingewirkt, sich nicht öffentlich zu äußern, um die 15 noch Gefangenen nicht zu gefährden."
Die bisher freigelassenen Deutschen und Österreicher hatten nach ihrer Heimkehr in Funk, Fernsehen und Zeitungen über ihre Geiselhaft und Befreiung berichtet. Die Angehörigen der noch Vermissten - die meisten von ihnen sind Deutsche - sehen die öffentlichen Erzählungen der Ex-Geiseln gelassen: "Sie haben nur positiv über die Entführer gesprochen", sagte der Sprecher der Angehörigen der Augsburger Entführten, Andreas Mitko. "Ich glaube nicht, dass ihre Berichte den Gefangenen schaden." (apa)
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