Vier Tote bei Schießerei vor US-Botschaft in Kabul
- Plante afghanischer Geheimdienst Anschlag?

US-Soldaten haben am Mittwoch vor dem Gebäude der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul vier Angehörige des afghanischen Geheimdienstes erschossen. Der Kommandant einer Schutzbrigade, die zum militärischen Geheimdienst des Landes gehört und dem Verteidigungsministerium unterstellt ist, wurde bei dem Vorfall verletzt, wie aus Geheimdienstkreisen verlautete.
Die US-Soldaten hätten das Feuer auf die nicht uniformierten Männer eröffnet, die gerade Waffen von einem Fahrzeug abladen wollten, hieß es. Andere Mitarbeiter der Brigade waren dabei, Waffen zu reinigen. Aus welchem Grund die US-Soldaten das Feuer eröffneten, war zunächst unklar. Eine Stellungnahme der US-Armee lag zunächst nicht vor. Neben der Schutzbrigade des Geheimdienstes liegt das Hauptquartier der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF.
Nahezu täglich kommt es in Afghanistan zu Angriffen und Attentaten auf US-Militäreinrichtungen. Derzeit sind etwa 8.000 US-Soldaten in dem Land stationiert. Die mit US-Hilfe eingesetzte Regierung des Präsidenten Hamid Karzai kontrolliert lediglich die Hauptstadt Kabul. Karzai hatte am Montag mit Rücktritt gedroht.
(apa)
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