Terrorwarnung erhöht: Angst vor Anschlägen wächst
- Drei El Kaida-Mitglieder in Saudiarabien festgenommen
- Plus: Bei US-Einreise Fingerabdrücke ab 1.1.2004 Pflicht
Die USA haben auf Grund neuer Hinweise die Nationale Terrorwarnstufe von "Gelb" auf "Orange" erhöht. In den vergangenen Tagen wuchs die Angst vor Terroranschlägen in den USA und Saudiarabien. Das FBI erklärte, die Terrororganisation El Kaida sei weiter aktiv. Angriffe auf westliche Einrichtungen seien wahrscheinlich. Saudische Sicherheitskräfte haben drei mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder festgenommen.
Wegen der Gefahr von Anschlägen haben die USA am Dienstag ihre landesweite Warnstufe auf das zweithöchste Niveau erhöht. "Die Geheimdienste der USA gehen davon aus, dass Terroristen weiter Anschläge auf Ziele in den USA planen", erläuterte ein Sprecher der US-Heimatschutzbehörde. Die Entscheidung sei auf der Basis von Geheimdienstberichten über Pläne von terroristischen Gruppen gefallen, die gegen die USA operierten, hieß es unter Verweis auf die jüngsten Anschlagsserien in Saudiarabien und Marokko. Stunden zuvor hatten die USA und Großbritannien wegen Anschlagsgefahr eine vorübergehende Schließung ihrer Botschaften in Saudiarabien angekündigt. Deutschland schloss einen Teil seiner dortigen diplomatischen Vertretung.
Die Anschlagsgefahr wird von der Heimatschutzbehörde nun als "hoch" eingeschätzt, statt wie bisher als "erhöht". Die neue Warnstufe trägt die Farbe Orange und galt letztmals vor Beginn des Irak-Kriegs vom 17. März an. Sie wurde am 16. April wieder auf "Gelb" zurückgenommen, wo sie normalerweise liegt. Die höchste, rote Stufe bezeichnet ein "ernsthaftes Risiko".
El-Kaida-Mitglieder in Saudi Arabien festgenommen
In der Stadt Jiddah haben saudiarabischen Sicherheitskräfte drei mutmaßliche Mitglieder der El Kaida-Organisation des Terrorpaten Osma bin Laden festgenommen. Einer der Festgenommenen arbeite mit den Behörden zusammen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden in Riad. Ob die Festgenommen mit den Anschlägen gegen Ausländerwohnhäuser in der Hauptstadt Riad zusammen hängen bleibt allerdings unklar.
Anschläge in Riad befürchtet
Der saudiarabische Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, äußerte die Befürchtung, dass ein neuer großer Anschlag unmittelbar bevorstehe - entweder in den USA oder in seinem Land. Hinweise auf konkret bedrohte Objekte lagen den Aussagen zufolge jedoch weder in Saudiarabien noch in den Vereinigten Staaten vor. Wegen möglicherweise geplanter Anschläge kündigten die USA die Schließung ihrer Botschaft und der Konsulate in Saudiarabien von Mittwoch bis kommenden Sonntag an. (apa/red)
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