Dienstag, 20. Mai 2003

USA fordern von Israel Ende der Siedlungstätigkeit

  • "Israel soll sich ans Völkerrecht halten"
  • Hamas nun doch zu Ende der Suizidanschläge bereit

Die USA haben Israel aufgefordert, die seit März 2001 in den besetzten palästinensischen Gebieten errichteten Siedler-Vorposten umgehend zu beseitigen, wie dies im internationalen Friedens-Fahrplan für den Nahen Osten vorgesehen ist. Der amerikanische Botschafter Kurtzer erklärte gegenüber dem israelischen Militärrundfunk, es liege "im Interesse Israels", sich an das Völkerrecht zu halten.

Man könne von den Israelis mit Fug und Recht erwarten, dass die Vorposten ohne weitere Verzögerung abgebaut würden. Nach Angaben des Senders soll der US-Botschafter in dieser Frage von Außenminister Silvan Shalom eine "ausweichende Antwort" erhalten haben.

Israel lehnt Besuch von US-Delegation ab
Israel hat den Besuch einer US-Delegation vorerst abgelehnt, wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" am Mittwoch unter Berufung auf israelische Diplomaten berichtet hatte. Experten des US-Außenministeriums und des Geheimdienstes CIA sollten unter anderem "verifizieren", dass sich Israel an die Vorgaben des Fahrplanes hält und die völkerrechtswidrige Siedlungstätigkeit in den besetzten Gebieten einstellt.

Israel betrachtet es nach den Worten seines Außenministers Shalom unterdessen als "schweren Fehler" der Europäer, mit dem palästinensischen Präsidenten Arafat Gespräche zu führen. "Das stört den Friedensprozess, nicht nur weil Arafat ein Terrorist ist und nicht aufhört, den Terror zu unterstützen, sondern vor allem, weil jedes Treffen der Europäer mit Arafat (Premier) Abbas schwächt". Dies sagte Shalom in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung "Die Welt". Gleichzeitig warnte Shalom davor, zu viel Hoffnung in Abbas zu setzen.

(apa/red)

20.5.2003 10:23