Verzetnitsch dementiert Gerüchte um Verhandlungen
- Pröll appelliert an ÖGB: Von geplanten Streik absehen
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ÖGB-Präsident Verzetnitsch hat Gerüchte dementiert, er hätte bei den Verhandlungen mit der Regierung in der Nacht auf Freitag schon eingelenkt, wenn es nicht Hardliner im ÖGB gegeben hätte. "Das ist völliger Nonsens. Der Kanzler ist auch aus dem Verhandlungszimmer gegangen, um mit jemand zu telefonieren, ob er hart bleiben soll oder nicht", sagt Verzetnitsch gegenüber der "Kronen-Zeitung".
Bundeskanzler Schüssel hatte bereits am Freitag erklärt, er habe nach verschiedenen Telefonaten auf Arbeitnehmerseite eine Veränderung der Atmosphäre festgestellt.
Pröll appelliert an ÖGB
Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll appelliert angesichts des für Montag geplanten Runden Tisches an den ÖGB, von den für Dienstag in Aussicht genommenen Streiks abzusehen. "Es ist problematisch, unter Streikdrohungen zu verhandeln", erklärte Pröll ebenfalls in der "Krone". "Die Emotion kann Oberhand gewinnen, das Reformvorhaben auf der Strecke bleiben. Noch dazu, wo es ÖGB-intern heftige Flügelkämpfe gibt."
ÖGB und AK bekräftigen ihre Position
In einer gemeinsamen Aussendung haben ÖGB und AK am Sonntag nochmals ihre Ablehnung auch der neuen Regierungsvorschläge bekräftigt. "Das Regierungsmodell kürzt besonders bei denen, die lange gearbeitet haben. Arbeitnehmer, die mehr als 42 Versicherungsjahre haben, verlieren schon ab 2004 volle zehn Prozent." Zu den auf zehn Prozent gedeckelten Verlusten kämen aber noch weitere rund zwei Prozent hinzu, weil die Pensionsanpassung im ersten Jahr nach Pensionsantritt ausgesetzt werde, kritisieren ÖGB und AK.
Der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes, Stefan Knafl, unterstützt hingegen die rascheste Durchführung der von der Bundesregierung geplanten Pensionsreform und warnt vor Verzögerungen bei der Umsetzung. (apa)
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