Freitag, 23. Mai 2003

Verfolgungsjagd fordert Todesopfer

  • Gendarm in seiner Freizeit verfolgte Raser

Ein Todesopfer hat eine Verfolgungsjagd am Donnerstagnachmittag im Innviertel in Oberösterreich gefordert. Ein Gendarm war in seiner Freizeit und mit dem Privatauto hinter einem Raser her. Dabei rammte er einen 61-jährigen Radfahrer. Die Gendarmerie Braunau bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des "Neuen Volksblattes".

Auslöser der Verfolgungsjagd im Innviertel war ein Überholmanöver eines Autolenkers mit hoher Geschwindigkeit. Der Gendarm nahm mit dem Privatauto die Verfolgung des Wagens auf und verständigte auch seine Kollegen mit dem Mobiltelefon.

Im Gemeindegebiet von Hochburg-Ach im Bezirk Braunau kam es dann zu dem Unfall: Nach Angaben der Gendarmerie überquerten zu diesem Zeitpunkt zwei Radfahrer - der 61-jährige Pensionist und ein 57- jähriger Mann - die Weilharter Landesstraße. Der Gendarm wollte den beiden ausweichen und lenkte auf die linke Seite. In diesem Moment habe der Pensionist umgedreht und sei ebenfalls auf diese Seite zurück gefahren. Er wurde vom Wagen erfasst und war auf der Stelle tot. Der Autolenker wurde unbestimmten Grades verletzt, der zweite Radfahrer erlitt einen schweren Schock.

(apa)

23.5.2003 14:05