Österreichs Luftschadstoffe steigen weiter
- Vom Kyoto-Ziel weit entfernt
Kaum Grund zum Aufatmen bieten die Resultate des neuesten Berichtes des Umweltbundesamtes über die "Luftschadstoff- Trends in Österreich" von 1980 bis 2001. Die Emissionen an Treibhausgasen sind weiter im Steigen statt im Fallen. Die Reduktion der Ozon-Vorläufersubstanzen hinkt zum Teil deutlich hinter den Vorgaben des Ozon-Gesetzes her.
Nur vom Bereich der Emissionen jener Schadstoffe, die u.a. zu Saurem Regen führen gibt es klare Erfolge zu vermelden (was allerdings längst keine Neuigkeit mehr ist). "Trotz Fortschritten in Einzelbereichen - etwa bei Methan - unterstreicht der Report den absoluten Handlungsbedarf, den wir vor allem bei CO2 haben. Die 'Klimastrategie' ist von allen Beteiligten mit höchster Priorität umzusetzen", kommentierte Umweltminister Josef Pröll den Bericht.
Er zeigte sich erfreut, dass die dafür nötigen Budgetmittel seitens der Umweltministeriums für 2004 (30 Millionen Euro) gesichert seien. Es müsse aber gewährleistet sein, dass die weiteren geplanten Beträge - 60 Millionen Euro für 2005 und 90 Millionen Euro für 2006
- ebenso verfügbar sind. Im besonders heiklen Verkehrsbereich will der Ressortchef Biosprit massiv forcieren. "Für diesen Sektor müssen bei der ersten Etappe der ökologischen Steuerreform Wettbewerbsvorteile sichergestellt werden", so Pröll.
2001 wurden in Österreich laut UBA um 3,9 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase emittiert als im Jahr davor, was einer Steigerung um 4,8 Prozent entspricht. Der CO2-Ausstoß, welcher im Jahr 2001 für 80,5 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich war, hat sich gegenüber 2000 um 6,5 Prozent erhöht. Österreich konnte somit dem Kyoto-Ziel einer 13-prozentigen Reduktion von treibhauswirksamen Gasen bis 2010 nicht näher kommen.
(apa)
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