Matsushita schließt zweites Jahr in Folge mit Verlust ab
- Panasonic-Hersteller erwartet 1 Prozent Umsatzplus 2003/04
Der japanische Elektronikkonzern Matsushita Electric Industrial Co hat 2002/03 unter anderem wegen steuerbedingter Bilanzierungsänderungen das zweite Jahr in Folge mit einem Verlust abgeschlossen, sieht aber im Gegensatz zum Konkurrenten Sony wachsende operative Gewinne.
Der Hersteller von Panasonic-Unterhaltungselektronik-Geräten sagte am Montag in Tokio zugleich eine Umsatzsteigerung im laufenden Jahr um ein Prozent auf 7,45 Billionen Yen (rund 56 Mrd. Euro) voraus.
In dem am 31. März abgeschlossenen Jahr 2002/03 sei ein konsolidierter Netto-Verlust von 19,45 Mrd. Yen nach einem Verlust vor einem Jahr von 428 Mrd. Yen entstanden. Anfang des Monates hatte Matsushita noch einen Verlust von 23,5 Mrd. Yen prognostiziert. Trotz des Erfolgs neuer DVD-Geräte des Konzerns sei die Nachfrage der Verbraucher durch den Irak-Krieg und die Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS in vielen asiatischen Ländern gedämpft geblieben, teilte das Unternehmen mit.
Aktien-Absturz
Der Konkurrent Sony hatte einen Rückgang des operativen Gewinns von 30 Prozent ausgewiesen. Die Aktie des Unternehmens war daraufhin abgestürzt und hatte den gesamten Tokioter Aktienmarkt mit sich in die Tiefe gezogen.
Im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen Netto-Gewinn von 30 Mrd. Yen und damit deutlich weniger als von Reuters befragte Analysten, die im Schnitt 65,3 Mrd. Yen vorausgesagt hatten. Der operative Gewinn dürfte nach Einschätzung des Unternehmens 2003/04 um 18,5 Prozent auf 150 Mrd. Yen zunehmen.
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