Slowenien mit Österreich-Legionären vs ÖEHV-Team
- Rodman traf bisher in allen A-WM-Spielen
Slowenien, heute bei der WM in Finnland letzter Vorrunden-Gegner der Österreicher, ist im Eishockey ein guter Bekannter. Acht Saisonen lang (1991/92 bis 1999/2000) nahmen Klubs aus dem südlichen Nachbarland an der Alpenliga, der Euroliga und später der Internationalen Eishockey-Liga teil, seit drei Jahren gehen die Länder mit ihren Vereinen getrennte Wege. Vor allem die Österreich-Legionäre Tomaz Vnuk (EC Feldkirch) und Marcel Rodman (Graz 99ers) kennen ihre Gegner aber bestens.
Vnuk und Rodman sind zwei der Stützen, auf die Teamchef Matjaz Sekelj baut. Der 33-jährige Vnuk ist Kapitän der Mannschaft und Führungspersönlichkeit im Team, Rodman der Torjäger. Der 21-jährige Stürmer, der vor zwei Jahren vom NHL-Klub Boston Bruins gedraftet worden ist, erzielte vor dem Spiel am (heutigen) Montag in jeder WM-Partie in der A-Gruppe ein Tor. Sechs Mal traf Rodman im Vorjahr, als Slowenien als Aufsteiger durch drei Siege in der Relegation den Klassenerhalt fixierte, einmal heuer gegen Tschechien.
Vnuk und Rodman sind zwei von sechs Legionären im Team, eingebürgerte Spieler sind dagegen nicht mehr dabei. Torhüter Stan Reddick, ein gebürtiger Kanadier, der im Vorjahr Kalt und Co. 50 Minuten lang entnervt hatte, hat seine Karriere ebenso beendet wie Verteidiger Walerij Sahrai, ein eingebürgerter Ukrainer.
Das Gros des Nationalteams stellt mit zwölf Spielern Olimpija Laibach, das sich ohne Legionäre zum neunten Mal in Folge en Meistertitel geholt hat. Olimpija liegt mit der einheimischen Linie vol im Trend, lediglich Bled spielte in der abgelaufenen Saison mit Fremdarbeitern (zwei Russen). In der IHL, die bis Jänner parallel zur nationalen Meisterschaft mit vier Vereinen aus Slowenien (Olimpija, Bled, Jesenice und Slavia Laibach), zwei aus Ungarn und je einem Klub aus Serbien-Montenegro, Kroatien und der Slowakei gespielt wurde, war für Olimpija allerdings im Halbfinale Endstation. Den Titel holte sich Szekesfehervar im Finale gegen Jesenice.
