Mittwoch, 23. April 2003

UPC kritisiert geplante Steuererleichterung

  • Begünstigung soll auch für bestehende Anschlüsse gelten
  • UPC: Mehrwertsteuersatzes auf Breitbandzugänge senken

Die geplante Steuererleichterung für Internet-Breitbandanschlüsse stößt beim Wiener TV-, Internet-, und Telefonie-Anbieter UPC Telekabel auf Kritik. Da jene Kunden, die bereits vor dem 1. Juli 2003 über einen Breitband-Anschluss verfügten, von der Steuererleichterung ausgeschlossen seien, sei eine "Zweiklassengesellschaft" und eine "nicht abzuschätzende Welle von Ab- und Neuanmeldungen" zu erwarten, erklärte UPC in einer Stellungnahme zur geplanten Änderung des Einkommensteuergesetzes.

UPC fordert eine Reduktion des Mehrwertsteuersatzes für alle Breitbandzugänge. Diese wäre sozial verträglicher und würde alle Breitbandnutzer gleich behandeln. "All jene Kunden, die seit längerer Zeit dazu beigetragen haben, dass sich der österreichische Breitbandmarkt entwickeln und in den vergangenen Jahren zu einem der stärksten im EU-Durchschnitt etablieren konnte, werden für ihre Innovationsbereitschaft nicht belohnt, sondern im weiteren Sinne bestraft", kritisiert UPC. Daher sollten alle bestehenden Breitbandkunden in den Genuss der Steuererleichterung kommen.

UPC kritisiert geplante Steuerregelung
Außerdem würden durch die geplante Steuerregelung kaum - wie gewünscht - zusätzliche Breitbandanschlüsse dazu kommen, sondern nur bereits bestehende Anschlüsse ab- und wieder angemeldet werden, fürchtet UPC. Außerdem würden die geplanten Steuererleichterungen keine höhere Breitbandpenetration am Land zur Folge haben, kritisiert UPC. Die vorgesehene Förderung werde sich - wenn überhaupt - nur in Wien auswirken, wo die Breitband-Penetration derzeit bereits bei 58 Prozent liege, meint UPC.

Koppelung an das Einkommen unerwünscht
Unglücklich ist UPC auch über die Koppelung der Breitbandförderung an das Einkommen. Dadurch würde ärmere Bevölkerungsschichten benachteiligt. Ganz besonders betroffen seien Studenten, da "diesen in der Regel ein erforderliches Einkommen im Sinne des EStG fehlt", so UPC.

Weitere Informationen:

  • UPC-Website

    23.4.2003 14:19