Karlheinz Hackls Kampf gegen den Krebs
- Ein spät erkannter Tumor machte Notoperation nötig

Nach seiner Tumoroperation wünscht das ganze Land dem Theaterstar Genesung. Ehefrau Maria Köstlinger: "Ich muss jetzt meine Familie schützen."
Ein paar Vorstellungen spielte er noch: unter Qualen, künstlerisch wie außerkünstlerisch. Die Burgtheater-Premiere von John Osbornes „Entertainer“ war nach Kritikerkonsens eine Katastrophe. Schlechtes Stück, dilettantische Regie. Alles unter dem Niveau des großen Schauspielers Karlheinz Hackl, den man unter Mitgefühlsbekundungen in die Verrisse einbezog und der auch nichts daran ändern konnte, dass das – sein – Publikum in der Pause das Weite suchte.
Damals begann es ihm plötzlich und aggressiv schlecht zu gehen. Die Kopfschmerzen wichen keinem Medikament. Die Übelkeit überfiel ihn jederzeit und jeden Tag, daheim, auf der Straße, im Theater. Binnen weniger Wochen verlor er sechs Kilogramm. Am Ende sagte er häufiger ab, als er spielte, und litt darunter, weil er ja einer der Profis ist, von denen man sagt, dass sie auch mit dem Messer im Rücken auf die Bühne gehen würden.
Fatale Diagnose. Die medizinischen Untersuchungen, denen er – ein Sensibler, Depressiver, oft von Angst Getriebener – sich eilends unterzog, verliefen keineswegs reibungslos. So behandelte man über längere Zeit eine Darmerkrankung, die leider alles andere als das Problem war.
Vor drei Wochen aber hatte man Klarheit, und die Diagnose gestattete keinen Aufschub. Am ersten Aprilwochenende wurde in einer schnell anberaumten Operation ein Tumor aus dem Gehirn entfernt.
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