Tiroler Skifirma Kneissl droht das endgültige Aus
- 60 Mitarbeiter bereits beim AMS zur Kündigung angemeldet

Der Weiterbestand des Tiroler Skiherstellers Kneissl mit Sitz in Kufstein steht an der Kippe. Alle 60 Mitarbeiter sind laut Informationen einer Zeitung bereits beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet worden.
Die Entscheidung darüber, wie es bei dem Unternehmen weitergehen wird, soll in den nächsten Tagen fallen, erklärte Kneissl-Geschäftsführer Harald Wegscheider. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung. Getroffen werden soll diese von den Eigentümern. Die Investorengruppe österreichischer Industrieller rund um Erhard Grossnigg habe nun die Wahl zwischen zwei Konzepten.
Kleinserien-Produktion oder Total-Aus
Das eine sehe die Produktion von Kleinserien in Kufstein vor, womit laut Wegscheider die Markenführung sowie 40 bis 45 Arbeitsplätze erhalten bleiben würden. Die zweite Möglichkeit würde das endgültige Aus für die Skiproduktion am Tiroler Standort bedeuten.
Wertvolle Marke
"Es geht um die Veräußerung der Marke Kneissl", brachte Wegscheider die Situation auf den Punkt. Sollte es dazu kommen, würden nur noch bestehende Aufträge abgearbeitet werden und die Mitarbeiterzahl auf "unter zehn" reduziert werden. Interessierte Käufer stünden schon bereit, betonte der Geschäftsführer.
Unklar war vorerst, welches Konzept eher realisiert werde. Dies hänge von neuen Berechnungen sowie von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Bereits in der Vergangenheit hatte Kneissl mit Problemen zu kämpfen. In den besten Zeiten seien 450.000 Paar Ski hergestellt worden, zuletzt seien es nur noch 100.000 gewesen, hieß es. Im Vorjahr musste das Unternehmen erneut eine negative Bilanz verbuchen, hieß es.
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