Total FinaElf nicht vom Irak-Ölmarkt ausgegrenzt
- Beziehungen zu den USA "intensiviert"
- TotalFinaElf bleibt aber "sehr wachsam"
Der französische Ölkonzern Total FinaElf fühlt sich nach eigenen Angaben nicht vom irakischen Ölmarkt ausgeschlossen. "Entgegen gewissen Gerüchten, die überdies vom Pentagon dementiert wurden, haben wir nicht den Eindruck, auf irgendeiner schwarzen Liste zu stehen", erklärte der Direktor der Explorations- und Produktionsabteilung, Christophe de Margerie.
Trotz der Spannungen zwischen Frankreich und den USA über die weitere Vorgangsweise nach dem Sturz des Saddam-Regimes hätten sich die Kontakte zwischen den Vereinigten Staaten und dem weltweit viertgrößten Ölkonzern sogar intensiviert, betonte de Margerie.
Bereits bei der Vorstellung des Unternehmensergebnisses 2002 hatte sich TotalFinaElf-Geschäftsführer Thierry Desmarest zuversichtlich gezeigt, am irakischen Ölmarkt, dessen Wert auf mindestens 40 Mrd. Euro beziffert wird, teilnehmen zu können. Er habe nicht den Eindruck, dass die Amerikaner das irakische Öl "beschlagnahmen" wollten, allerdings bleibe TotalFinaElf "sehr wachsam", sagte de Margerie.
Der französische Ölkonzern besitzt zwar keine Produktionsanlagen im Irak mehr, steht aber seit fast zehn Jahren in Verhandlungen mit Bagdad. Ein Vertrag für die Ausbeutung der Ölreserven von Bin-Umar und Mainun sei seit 1995 "unterschriftsreif", so de Margerie.
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