Montag, 21. April 2003

Deutsche Steuereinnahmen um 2,9 % gesunken

  • Loch von bis zu acht Mrd. Euro trotz Steuererhöhungen

Die deutschen Steuereinnahmen im ersten Quartal sind nach einem Zeitungs-Bericht gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent zurück gegangen. Im traditionell aufkommensstarken Monat März seien die Einnahmen ohne Gemeindesteuern gegenüber Februar um 0,3 Prozent gesunken.

Das deutsche Finanzministerium wolle diese Zahlen Ende der Woche veröffentlichen.

"Die Finanzsituation aller staatlichen Ebenen ist enger geworden", sagte ein Ministeriumssprecher nach Angaben der Zeitung. Zur Sicherung der Staatsfinanzen forderte er die Länder auf, über den Steuerkompromiss hinaus zu weiteren Einnahmeverbesserungen beizutragen.

Steuerschätzer stellten jetzt selbst die wenig rosige Prognose des Frühjahrsgutachtens bereits wieder in Frage, schrieb das Blatt weiter. Die Institute waren von Einnahmen der Gebietskörperschaften in diesem Jahr von rund 452 und im kommenden Jahr von etwa 463 Milliarden Euro ausgegangen. Dies sei angesichts der nun vorliegenden März-Daten "sicher recht optimistisch", hieß es dem "Handelsblatt" zufolge in Steuerschätzerkreisen. Ein Loch von sieben bis acht Milliarden Euro für dieses Jahr werde trotz der bereits beschlossenen Steuererhöhungen nicht mehr ausgeschlossen.

21.4.2003 15:57