Heimkehrer Baur freut sich auf "Herausforderung" Ried
- Rückkehr ins Nationalteam derzeit kein Thema
- PLUS: Alle informationen zur Bundesliga!
·Zu 99% Meister
Austria fast durch! Kampf um Platz 2!
·3:0 vs. Sturm
Austria ist dem Titel bereits ganz nahe
·ALLE INFOS ZUR BUNDESLIGA!
Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
·MITREDEN!
Ist die Austria ein würdiger Meister?
·Lawaree siegt
Torschützen-
liste 2002/03
Der frühere ÖFB-Teamspieler Michael Baur kehrt mit Saisonende der großen Fußball-Welt in Hamburg den Rücken wird ab Sommer dem Ball wieder in einem familiären Umfeld nachjagen. Der 34-jährige ehemalige Tiroler Meisterkicker unterschrieb beim österreichischen Bundesligisten SV Ried einen Zweijahresvertrag, sieht sein Engagement im Innviertel aber nicht als sportlichen Abstieg. "Ich freue mich schon auf die Herausforderung", erklärte der Defensiv-Spezialist.
Laut Baur, der Angebote von anderen österreichischen Vereinen ausschlug, hätten mehrere Gründe für die Rieder gesprochen. "Sie haben sich sehr um mich bemüht. Mit gefällt ihre Philosophie, auf den eigenen österreichischen Nachwuchs zu setzen, und ich hoffe, dass ich Einiges dazu beitragen kann, damit dieser Weg weiter Erfolg hat", meinte der Tiroler, der auch das neue Rieder Stadion als Motivation für seine Unterschrift angab.
Ried-Coach euphorisch
Euphorie löste die Neuverpflichtung bei Ried-Coach Gerhard Schweitzer aus. "Das ist eine unglaubliche Geschichte. Jetzt müssen wir rund um Baur eine ordentliche Mannschaft aufbauen."
Beim HSV nicht sehr erfolgreich
Im Gegensatz zu Ried war der Tiroler an der Elbe nicht annähernd so freudig begrüßt worden. Lediglich zehn Mal kam der dreifache österreichische Meister beim Hamburger SV zum Einsatz, dennoch will er über die Zeit bei seinem baldigen Ex-Verein kein schlechtes Wort verlieren. "Als Österreicher hat man es in Deutschland eben nicht leicht. Es war sicher nicht nur meine Schuld, dass ich so selten gespielt habe. Aber das ist abgehakt, ich gebe bis zu meinem Vertragsende alles für den HSV", erklärte der Verteidiger.
Nationalteam im Moment kein Thema
An eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft, sollte er bei Ried wieder konstant gute Leistungen bringen, denkt der 40-fache Teamspieler aber noch nicht. "Das ist alles in weiter Ferne, diese Frage stellt sich im Moment nicht." Bei der 0:4-Schlappe in Tschechien hat Baur vor dem TV-Apparat mitgelitten. "So etwas tut weh, aber die Tschechen sind im Moment weit über uns zu stellen. In Österreich macht man das Team meistens entweder schlechter oder besser als es in Wirklichkeit ist. Damit sollten wir aufhören und hart weiterarbeiten, dann können wir vielleicht bald wieder einen Großen fordern."
"Mein Herz wird immer in Tirol sein"
Auch die Entwicklung des Tirol-Nachfolge-Klubs SPG Wattens/Wacker hat der frühere Tiroler Meister-Libero mit Interesse mitverfolgt. "Das ist zwar ein neuer Verein, aber das macht für mich keinen Unterschied. Mein Herz wird immer in Tirol sein, ich hoffe, dass der Klub bald aufsteigt." Um dies zu bewerkstelligen, müssen laut Baur in Tirol aber noch einige Hebel in Bewegung gesetzt werden. "Politiker und Sponsoren müssen Wattens/Wacker noch viel mehr unterstützen."
