Österreichs Springreiter peilen EM & Olympia-Quali an
- Simon kommt mit neuem Hoffnungsträger "Audrey" nach Linz

Für Österreichs Springreit-Sport brechen wichtige Zeiten an. Drei Wochen vor dem ersten heimischen Höhepunkt, dem CSIO in Linz-Ebelsberg (15. bis 18. Mai), gilt es für die Springreit-Referentin Gabriele Morbitzer, ein schlagkräftiges Team für den Samsung-Nationencup und in weiterer Folge für die Europameisterschaften im August in Donaueschingen zu finden. Denn dann geht es für die rot-weiß-roten Reiter um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 in Athen.
Darum hat Gabriele Morbitzer sogar Qualifikationskriterien für den Linzer Mannschaftsbewerb genannt: Bei den Turnieren in Mannheim (Julia Kayser, Astrid Wöss sowie der junge Anton Dohr), Modena (Gerfried Puck, Roland Englbrecht, Helmut Morbitzer) sowie Maubeuge (FRA/Rob Raskin und Thomas Metzger) gilt es für die Genannten gute Ergebnisse zu bringen. Anton-Martin Bauer, der über ein verletztes Pferd klagt, sowie die ebenfalls vorgesehene Natascha Kreutner mussten ihre geplanten Starts absagen. "Die besten sechs Reiter kommen in den Kreis für den Nationencup", erläutert die Springreit-Referentin.
"Evergreen" Simon doch zur EM?
Eine Rolle könnte einmal mehr aber auch Hugo Simon spielen: Der 60-jährige "Evergreen" hat mit der achtjährigen Stute "Audrey" ein neues, hoffnungsvolles Pferd im Stall stehen. "Sie hat das Zeug zu mehr, aber man muss einmal abwarten wie sie sich bei den ersten beiden Turnieren schlägt", meinte Simon am Mittwoch zur APA. Bereits aufgetauchte Spekulationen, dass Österreichs bester Reiter nun auch wieder für die europäischen Titelkämpfe ein Thema ist, wischte Simon gleich einmal forsch vom Tisch. "Dummes Zeug! Ich weiß doch, was bei Europameisterschaften verlangt wird. Darüber kann man sprechen, wenn ich mit ihr den Großen Preis von Aachen gewonnen habe."
Fixplatz ist Hugo sicher
#Seinem Top-Pferd E.T. gehe es zwar ganz gut, doch spüre das Pferd bei voller Belastung immer wieder eine im Vorjahr erlittene Zerrung. Simon selbst fühlt sich "wunschlos glücklich. Ich lasse mich sicher in keine Sachen reindrängen", meint er unmissverständlich. Sollte er es sich anders überlegen, ein Fixplatz ist ihm sicher. "Es wäre für mich und die gesamte Mannschaft eine gewaltige Hilfe. Aber Hugo ist erfahren genug, dass er selbst entscheiden kann, ob er reiten möchte", macht Gabi Morbitzer beim Routinier eine Ausnahme - sowohl im Hinblick auf ein mögliches Antreten im Teambewerb von Linz als auch bei der EM.
Unregelmäßigkeiten im Verband
Die Funktionärin möchte heuer vier bis fünf internationale CSIO-Turniere besetzen, ihr Budget von etwa 80.000 Euro (davon 45.000 für den Spitzensport) ist trotz der aufgetauchten Unregelmäßigkeiten im Verband gesichert.
Pessoa startet in Linz
Erster Höhepunkt ist aber Linz, das neuerlich den Termin geändert hat und nun erstmals im Mai ausgetragen wird. "Wenn der Termin vom Publikum angenommen wird, bleiben wir jetzt dabei", verspricht Veranstalter und Reiter Helmut Morbitzer, der sich u.a. auf das Kommen von Ex-Weltmeister Rodrigo Pessoa (BRA), und eine sehr gut besetzte Schweizer Mannschaft, angeführt von Markus Fuchs (zuletzt Sieger der Weltcup-Westeuropa-Serie), freut. "Das ist die beste Besetzung, seit wir das CSIO haben", freute sich Helmut Morbitzer. Der Ex-Mann der Springreit-Referentin hat übrigens auch seine Pläne für die Austragung von Europameisterschaften in Linz-Ebelsberg noch nicht ad acta gelegt. "Im Gegenteil. Wir wollen die Anlage im Umfeld noch etwas ausbauen." Eine Bewerbung für die europäischen Titelkämpfe 2007 steht zumindest im Raum.
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