Belgien dank Clijsters und Henin im Tennis-Fieber
- Nummern 2 und 4 im Ranking nach Mauerblümchen-Dasein
·Fed-Cup-Duell
"Goliath" Belgien vs. Austro-Damen
·Überraschung
Houston: Melzer besiegt Dent
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Belgiens Damen-Tennis hat sich innerhalb von nur wenigen Jahren vom Mauerblümchen-Dasein zum absoluten Top-Land entwickelt. Dank Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne verfügt das Zehn-Millionen-Einwohner-Land nunmehr nicht nur über die Nummern zwei und vier in dieser Weltsportart, sondern auch über ein enorm schlagkräftiges Fed-Cup-Team. Mit 19 und 20 Jahren sind die beiden Aushängeschilder, die am Samstag und Sonntag der Ersatz geschwächten österreichischen Mannschaft in Bree das Leben sehr schwer machen werden, auch noch ein Versprechen für die Zukunft.
Während es in Österreichs Tennis nach den "goldenen Jahren" um Thomas Muster und Co. seit einiger Zeit kriselt, hat Belgien einen neuen Nationalsport entdeckt. So richtig begonnen hat der Aufstieg im Jahr 1999, als sowohl Henin-Hardenne in Antwerpen als auch Clijsters in Luxemburg ihre ersten Titel auf der WTA-Tour gewonnen haben. Henin-Hardenne war das damals übrigens gleich bei ihrem Debüt auf der WTA-Tour gelungen. Henin verhalf damals dem belgischen Damen-Team auch zum Einzug ins Halbfinale. Clijsters deutete mit dem Achtelfinale in Wimbledon auch die Anwartschaft der jungen Belgierinnen auf Grand-Slam-Erfolge an.
Clijsters und Henin als Vorbilder
Der Vorstoß in die Top Ten gelang den Beiden 2001: Henin dank einem Semifinale bei den French Open und dem Finaleinzug in Wimbledon, Clijsters erreichte in Paris nach einem harterkämpften Halbfinalsieg über ihre Landsfrau das Endspiel sowie die Viertelfinali in Wimbledon und bei den US Open. Den endgültigen Sprung zu Sportidolen haben die Beiden wohl mit dem ersten Fed-Cup-Titel für Belgien ebenfalls 2001 geschafft. Das Interesse am Tennis ist in ihrem Heimatland seither sprunghaft gestiegen.
Gemeinsam 20 WTA-Turniersiege
Vor dem Fed Cup gegen Österreich in Bree, der Heimatstadt von Clijsters, hält die Tochter des 40-fachen belgischen Fußball-Nationalspielers Leo Clijsters bereits bei zwölf WTA-Turniersiegen, Henin-Hardenne bei acht. Letztere sorgte vor Kurzem mit ihrem Finalsieg über die als unschlagbar geltendene Weltranglisten-Erste Serena Williams in Charleston für Schlagzeilen.
Grand-Slam-Sieg fehlt noch
Williams hatte sich ja ein Jahr ohne Niederlage zum Ziel gesetzt, nach 21 Siegen en suite fügte Justine der US-Amerikanerin aber die erste Saison-Niederlage zu. Der erste Grand-Slam-Sieg fehlt beiden noch, allerdings hat Clijsters mit dem Masters-Sieg in Los Angeles (ebenfalls über die "unschlagbare" Serena) ihren ersten großen Einzeltitel im vergangenen November eingeheimst.
Clijsters mit Hewitt liiert
Henin ist seit vergangenem November verheiratet, doch die Liaison ihrer Teamkollegin Kim mit der Nummer eins im Herren-Welttennis, Lleyton Hewitt, wird von der Öffentlichkeit mit weit größerer Aufmerksamkeit verfolgt. Schließlich bilden die Beiden das derzeit wohl reichste Pärchen zweier aktiver Weltklassesportler.
In Kims Heimatstadt
Clijsters zu Ehren spielt das Team am Wochenende in jener Klein-Stadt, in der sie aufgewachsen ist und auch lebt. "Ich liebe die Team-Atmosphäre und liebe es, für das belgische Publikum zu spielen", meint Clijsters. "Jede Tennisveranstaltung in Belgien ist jetzt so groß", freut sie sich.
"Giant killer" Österreich
Bree, im Nordosten der Provinz Limburg, hat nur 14.000 Einwohner. Die Spieler wohnen sogar eine 20-Minuten-Fahrt außerhalb, wie sich auch Österreichs Topspielerin in diesem Fed Cup, Patricia Wartusch, wunderte. Clijsters und Henin sind haushohe Favorits gegen "Giant killer" Österreich, wie das ÖTV-Team auf der Fed-Cup-Homepage auf Grund des Vorjahrssiegs über die USA bezeichnet wird.
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