Mittwoch, 23. April 2003

Lewis gibt nun doch positive Dopingtests zu

  • Auf drei verbotenen Substanzen positiv getestet
  • Vom Olympischen Komitee der USA frei gesprochen

Der frühere Leichtathletik-Star Carl Lewis hat erstmals gestanden, "unabsichtlich" Dopingmittel eingenommen zu haben. "Ich bin auf drei verbotene Substanzen positiv getestet worden, vom Olympischen Komitee der USA aber freigesprochen worden", sagte Lewis in einem Interview mit einer kalifornischen Zeitung.

Das Olympische Komitee der USA habe ihm während den US-Trials 1988 in Indianapolis, den Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Spiele in Seoul, die Stimulanzen Pseudoephedrin, Ephedrin und Phenylpropanolamin nachgewiesen, so der neunfache Olympiasieger. "Bei mir wurde genau so verfahren wie bei hundert anderen Sportlern auch, die positiv getestet wurden." In Indianapolis waren offenbar auch die späteren Olympiasieger Andre Phillips (400 m Hürden) und Joe DeLoach (200 m) positiv getestet worden.

"Hatte keinen Vorteil"
Das Nationale Olympische Komitee (USOC) suspendierte Lewis zunächst. Der Sprinterstar führte an, dass ihm die Mittel keinen Vorteil gebracht hätten und er sie "unabsichtlich" eingenommen habe. Die Substanzen hätten sich in einem Nahrungsergänzungsmittel befunden, über dessen Zusammensetzung er nicht informiert gewesen sei. Das USOC sprach ihn darauf frei und gab ihm somit grünes Licht für eine Teilnahme in Seoul.

Lewis von Aufregung überrascht
Lewis, der am Dienstag wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet worden war, gibt sich von der derzeitigen Aufregung um seine Person überrascht: "Ich bin schon seit fünf Jahren nicht mehr dabei. Sie reden immer noch über mich, als wäre ich noch aktiv."

23.4.2003 11:15