Leichen britischer Soldaten im Irak entdeckt
- Hinrichtung kann nicht ausgeschlossen werden
- Offenbar fast tausend tote politische Häftlinge in Bagdad
·IRAK-KRIEG
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Soldaten verhaften Baath-Funktionär
Die Leichen zweier britischen Soldaten sind in einem provisorischen Grab in der Nähe der südirakischen Stadt Basra entdeckt worden. Wie eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in London am Montag mitteilte, handelt es sich um den 24-jährigen Luke Allsopp und den 36 Jahre alten Simon Cullingworth. "Die Todesursache ist noch nicht bekannt, aber die Untersuchungen dauern an, und eine Hinrichtung ist eine Möglichkeit", sagte die Sprecherin.
Die beiden Soldaten waren nach einem irakischen Angriff am 23. März zunächst vermisst worden. Später hatte der arabische TV-Sender Al Jazeera die Leichen der Soldaten in der Nähe ihres umgestürzten Geländewagens gezeigt. Der britische Premierminister Tony Blair hatten dem arabischen Sender deshalb besondere Grausamkeit vorgeworfen.
Für Irritationen hatte Blairs Äußerung gesorgt, die Soldaten seien von den Irakis hingerichtet worden. Dagegen hatte die Armee den Angehörigen mitgeteilt, dass die Soldaten "im Kampf" getötet wurden. "Es macht für uns einen großen Unterschied zu wissen, dass er schnell starb", hatte Allsopps Schwester Nina einer Zeitung gesagt und die britische Regierung der Lüge bezichtigt.
Auf Anordnung der früheren irakischen Führung sind auf einem Bagdader Friedhof offenbar die Leichen von fast tausend politischen Gefangenen verscharrt worden. "Von Zeit zu Zeit kamen zehn bis 15 Leichen aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis hier an", sagte Friedhofsdirektor Mohimeed Aswad am Sonntag einem AFP-Reporter an den Grabstätten in einem Vorort im Westen der irakischen Hauptstadt.
Der Direktor und ein Totengräber zeigten dem Korrespondenten sterbliche Überreste der Opfer. "Sie waren alle politische Häftlinge", sagte Aswad. "Das Baath-Regime ist nun gestürzt, jetzt können wir frei sprechen." Die letzte vergrabene Leiche habe die Nummer 993 gehabt.
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