Russland und Indonesien wollen gerechte Weltordnung
- Freundschaftserklärung anlässlich des Staatsbesuchs
- Bekenntnis zu Multipolarität in der Welt
Russland und Indonesien haben ein Freundschaftsabkommen geschlossen, in dem sie sich zu engerer Zusammenarbeit verpflichten. Moskau und Jakarta seien gewillt, "zur Errichtung einer gerechten und stabilen Weltordnung beizutragen, die auf der gemeinsamen Verantwortung und der Anerkennung der vorrangigen Rolle der Prinzipien der Vielseitigkeit beruht".
Die Erklärung haben die Präsidenten beider Länder am Montag im Moskauer Kreml unterschrieben. Die indonesische Staatschefin Megawati Sukarnoputri war am Vorabend zu einem mehrtägigen Besuch in Russland eingetroffen.
UNO stärken
Megawati und der russische Präsident Wladimir Putin wollen ihre bilateralen Beziehungen vor allem auf dem wirtschaftlichen und militärischen Sektor vertiefen. Sie sind bestrebt, "die Partnerschaft und Zusammenarbeit im Rahmen der UNO mit dem Ziel zu festigen, die Effektivität ihrer Tätigkeit in der neuen Weltrealität zu erhöhen". Sie erklärten, sie "treten gegen jede Form der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten" und gegen "Versuche, ihre territoriale Integrität zu untergraben", ein.
Wichtige Abkommen
Putin nannte das Freundschaftsabkommen einen "wichtigen Impuls für die Zusammenarbeit". Themen bei den Gesprächen zwischen Putin und Megawati waren der Irak-Krieg, der gemeinsame Kampf gegen den Terrorismus sowie der Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA. Vertreter der Regierungen beider Länder vereinbarten Rüstungs-Verträge und Kooperation bei der Raumfahrt.
Russische Waffen
Die Führung der indonesischen Streitkräfte hatte schon vor dem Besuch Interesse am Kauf russischer Waffen und Ausrüstung bekundet. Dabei geht es vor allem um Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi, Hubschrauber und Kampfpanzer. Die USA als bis dahin größter Waffenlieferant Indonesiens haben 1999 über den Inselstaat ein Embargo wegen schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte in Osttimor verhängt.
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