NÖ: "Meteoriteneinschlag" entpuppte sich als Bohrloch
- "Krater" stammt von Erdölfirma aus der Zwischenkriegszeit
- Keine weiteren Untersuchungen angeordnet
Das 30 Zentimeter breite und fünf Meter tiefe Loch, das am Montag auf einem Acker in Pyhra für Aufregung gesorgt hatte, stammt nicht - wie ursprünglich spekuliert - von einem Meteoriteneinschlag. Wie ein Experte des Geologischen Dienstes des Landes NÖ nach einer Besichtigung am Dienstag angab, handelt es sich um die Probebohrung einer Erdölfirma aus der Zwischenkriegszeit.
Ein Landwirt hatte den "Krater" am Montag auf seinem Feld entdeckt und gemeldet. Zuerst glaubte man an einen möglichen Einschlag eines Meteoriten, da sich rund um das Loch kein Erdreich befand. Die Bezirkshauptmannschaft ordnete daraufhin eine Messung an, um etwaige radioaktive Strahlung festzustellen. Diese verlief negativ.
Für den Geologen war offenbar schnell klar, dass es sich um keinen Krater handeln konnte, da das Loch senkrecht in die Erde führte, was bei Meteoriteneinschlägen niemals der Fall sei. Das Loch selbst habe nur auf Grund des sehr hohen lehmhaltigen Bodens bisher fast unverändert dem Druck in den vergangenen Jahrzehnten standhalten können, erklärte der Experte laut Berichten der NÖ Sicherheitsdirektion. Es wurden auch keine weiteren Untersuchungen angeordnet - der vermeintliche Krater kann somit wieder zugeschüttet werden.
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