GÖD und Regierung einig über Inflationsabgeltung
- 100 Euro zusätzlich für 2002 plus 1,0 Prozent ab 1. Juli 2003
- INFOGRAFIK: Der Beamtenabschluss im Detail (Kasten rechts)
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Österreichs Beamte können sich freuen! Regierung und Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) haben sich am Dienstagnachmittag nach rund vierstündiger Verhandlung über eine nachträgliche Inflationsabgeltung für das Jahr 2002 geeinigt.
Wie Verhandlungskreisen zu erfahren war, bekommen die öffentlich Bediensteten für 2002 eine Abgeltung von einheitlich 100 Euro. Zusätzlich gibt es ab 1. Juli 2003 ein Prozent, maximal aber 18,9 Euro. Die Beamten haben für das Vorjahr bereits eine Gehaltserhöhung von 0,8 Prozent bekommen. Gleichzeitig war ihnen eine Überprüfung der tatsächlichen Jahresinflationsrate und eine sich daraus ergebende Anpassung zugesagt worden. Die Inflationsrate hatte 1,8 Prozent betragen. Die Differenz somit ein Prozent. Diese Nachzahlung von einem Prozent bekommen die Beamten nun mit Wirksamkeit des neuen Budgets mit 1. Juli 2003 und zusätzlich die 100 Euro Abgeltung für 2002. Für 2003 haben die Beamten eine Gehaltserhöhung um 2,1 Prozent bekommen.
Kosten für heuriges Budget: 55 Mio. Euro
Die Kosten der zwischen Regierung und GÖD vereinbarten Inflationsabgeltung bezifferte Staatssekretär Alfred Finz (VP) für das heurige Budget mit insgesamt 55 Mio. Euro. Die Einmalzahlung von 100 Euro, die die Beamten im Juli ausbezahlt bekommen, wird 25 Mio. Euro kosten. Die Gehaltssteigerung um ein Prozent ab 1. Juli 2003 wird das Budget mit 30 Mio. Euro belasten. Für die nächsten Jahre ergeben sich durch dieses eine Prozent Mehrkosten von jährlich 60 Mio. Euro.
Die Forderung der GÖD nach einer nachträglichen Gehaltserhöhung um ein Prozent ab 1. Jänner 2002 hätte für das vorige und das heurige Jahr insgesamt 120 Mio. Euro gekostet, andererseits hätte die zuletzt von der Regierung angebotene, nicht staffelwirksame, Einmalzahlung von 260 Euro das Budget nur mit 60 Mio. Euro belastet.
Beide Seiten zufrieden
Beide Seiten zeigten sich mit dem Resultat zufrieden. Finz sprach von einem "verantwortungsvollen" und "angemessenen" Ergebnis in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Es handle sich um einen Kompromiss, der die budgetären Möglichkeiten ausschöpfe. GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer meinte, die Handschlagqualität der Regierung sei zum Tragen gekommen. Es habe sich gezeigt, dass man in einem konstruktiven Dialog Ergebnisse erzielen könne. Die Anpassung sei "vertretbar". Neugebauer verwies auch auf einen "starken sozialen Aspekt" angesichts der Deckelung mit 18,9 Euro für die Erhöhung um ein Prozent ab 1. Juli.
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