Nokia mit leichtem Gewinnrückgang im ersten Quartal
- Umsatz auf 6,77 (7,01) Mrd. Euro gesunken - Ausblick verhalten
·Anfang 2003
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Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat im ersten Quartal angesichts der schwachen Nachfrage in der Netzwerksparte einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet, die Erwartungen der Analysten aber übertroffen. Auch im zweiten Quartal werde die Netzwerksparte wieder die Erträge belasten.
Der Proforma-Gewinn je Aktie habe in den ersten drei Monaten 0,18 Euro je Aktie betragen nach 0,19 Euro ein Jahr zuvor, teilte das finnische Unternehmen in Helsinki mit. Damit übertraf Nokia die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Proforma-Gewinn je Aktie von 0,16 Euro gerechnet hatten. Vor Steuern verringerte sich der Proforma-Gewinn auf 1,263 Mrd. Euro von 1,313 Mrd. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Analysten waren hier von einem Ergebnis von 1,108 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz ging auf 6,77 Mrd. Euro von 7,01 Mrd. Euro zurück. Für das zweite Quartal rechnet Nokia mit einem Proforma-Gewinn je Aktie von 0,13 bis 0,16 Euro.
Nokia hatte Mitte März bereits angekündigt, wegen der schwachen Nachfrage in der Netzwerksparte werde sich im Quartal ein leichter Umsatz- und Gewinnrückgang ergeben. Der Proforma-Gewinn war mit 0,15 bis 0,17 Euro je Aktie prognostiziert worden. In der Netzwerksparte, die rund 20 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, wies Nokia für das erste Quartal einen Verlust von 127 Mio. Euro nach einem Plus von 146 Mio. Euro im Vorjahr aus. In dieser Sparte will Nokia im zweiten Quartal Rückstellungen von 350 bis 400 Mio. Euro bilden.
Stellenstreichungen
Nokia hatte vor einer Woche mitgeteilt, in seiner unter schwacher Nachfrage leidenden Mobilfunk-Netzwerksparte nochmals 1.800 Arbeitsplätze oder zehn Prozent der Stellen streichen zu wollen. Das Unternehmen leidet wie andere Ausrüster unter der Investitionszurückhaltung der Telekom-Anbieter. Vor allem die reduzierten Geschäftserwartungen im Mobilfunk mit der neuen Technik-Generation UMTS lassen die Auftragslage bei den Ausrüstern weiter sinken. Mit der Herstellung von Mobilfunkstationen und anderer Mobilfunk-Netztechnik erwirtschaftete Nokia rund ein Fünftel seines Konzernumsatzes von rund 30 Mrd. Euro im Jahr 2002. Der Konzern beschäftigt derzeit insgesamt rund 52.700 Personen.
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