UMTS kommt nach Österreich: Vorerst Mobilkom & Drei
- Mobilkom startet am 25. April - Drei am 5. Mai
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Die Mobilkom Austria hat ihr UMTS-Netz für die Kunden in Betrieb genommen. "Unsere Kunden sind on Air", verkündete Mobilkom-Chef Boris Nemsic vor Journalisten. Die ersten UMTS-Handys kommen allerdings erst später - am 25. April - in die A1-Läden. Bereits gestern hatte Hutchison seine UMTS-Netz im Detail präsentiert (siehe Kasten rechts).
Für Erstanmelder soll das erste UMTS-Handy - ein Siemens-Gerät, von denen die Mobilkom "ein paar tausend Stück" hat - 799 Euro kosten, bestehende Kunden zahlen 839 Euro plus 6.500 "Mobilpoints". Neue Tarife für UMTS bringt die Mobilkom nicht, es gelten die bisherigen A1-Preise.
10 Mal so schnell als GPRS
Mit der neuen Handytechnologie wird die Datenübertragung deutlich beschleunigt. Mit einer Übertragungsrate von 384 Kilobit pro Sekunde sei UMTS derzeit etwa zehn Mal so schnell wie die bisher schnellste Technologie GPRS, sagte Nemsic weiter.
ORF als Content-Partner
Ermöglicht werden soll durch UMTS vor allem Video-Streaming. Insgesamt hat die Mobilkom Kooperationen mit 95 Content- und Softwareunternehmen geschlossen. Der ORF stellt zwei Mal täglich aktuelle Nachrichten (ORF-Newsflash) sowie "Wien Heute" zur Verfügung. Demnächst soll es auch N-TV- und CNN-Nachrichten am Handy geben. Daneben biete die Mobilkom unter anderem auch Kino-Trailer, Wetterprognosen und Verkehrsinfos mit Live-Kameras an. Bezahlt werden diese Angebote pro Clip, erklärte Marketing-Chef Hannes Ametsreiter. Ein Video kostet ab 50 Cent aufwärts.
Bildtelefonie wird noch nicht unterstützt
Angeboten werden soll künftig auch Videotelefonie (für 50 Cent pro Minute). Von dem ersten Siemens-UMST-Handy wird die Bildtelefonie aber noch nicht unterstützt. Auch in Gebäuden kann es gerätebedingt noch zu Problemen beim Telefonieren kommen und - obwohl das Gerät auch GSM unterstützt - bricht das Telefonat beim Wechsel von UMTS auf GSM noch ab.
"Optimierung noch ein langer Weg"
Nemsic gestand auch ein, dass die Optimierung noch ein "langer Weg" sei, der "noch weitergeht". Die Öffnung des UMTS-Netzes sei jedoch gerade deshalb so früh geschehen, damit das Netz gemeinsam mit den Kunden weiterentwickelt werden könne, sagte der UMTS-Verantwortliche der Mobilkom, Georg Donaubauer.
54 Städte am Netz
Insgesamt hat die Mobilkom, bis Ende 2002 72 Mio. Euro in UMTS investiert. Heuer soll ein dreistelliger Millionenbetrag dazukommen. Das Netz, das derzeit 54 Städte und damit alle österreichischen Städte mit über 10.000 Einwohnern umfasst, soll auf alle Städte mit mehr als 6.000 Einwohnern ausgedehnt werden. Die Netzabdeckung von 42 Prozent der Bevölkerung soll auf mindestens 50 Prozent ansteigen.
Nicht gebaut wird derzeit nur in Salzburg. Dort dürfen die Emissionen eines Handymasts ein Milliwatt nicht überschreiten. Laut Nemsic funktioniert unter diesen Bedingungen UMTS nicht. "Wir würden uns aber freuen, wenn die Beschränkung aufgehoben wird, und dann gerne auch das Netz in Salzburg ausbauen", sagt der Mobilkom-Chef.
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