UMTS in Österreich: "Drei" ist gestartet
- Das exakte Preismodell für die UMTS-Dienste (siehe Kasten)!
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·Die Übersicht
UMTS-Preise von "Drei" im Detail
·Der Vergleich
UMTS: Hutchison vs. Mobilkom
·Drei vs. A1
Das UMTS-Netz in Österreich
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Drei: Die Handys für den UMTS-Start!
Seit einigen Wochen kommt man an "Drei", dem fünften österreichischen Mobilfunkanbieter (Vorwahl "0660"), nicht mehr vorbei. Nach der massiven Werbekampagne fiel am 5. Mai der Startschuss für, laut CEO Berthold Thoma, "Österreichs erstes UMTS-Netz".
Bei "Drei" steht laut Geschäftsführer Thoma, das bewegte Bild und nicht die Sprache im Mittelpunkt. Daraus leitet sich auch das Zwei-Pakete-Preismodell von "Drei" ab. Während das "3Video Paket" neue Dienste wie Videotelefonie, E-Mail, Video/MMS, Downloads und Infodienste umfasst, werden im "3Basic Paket" sowie im "3Power Paket" Sprachtelefonie und SMS zusammengefasst. Das "3Video Paket" wird um 33,- Euro monatlich angeboten und muss entweder mit dem "3Basic Paket" (30 Euro monatlich) oder dem "3Power Paket" (60 Euro) kombiniert werden. Die beiden Sprachtelefonie-Pakete unterscheiden sich durch die Anzahl der im Preis enthaltenen Telefonie-Minuten bzw. SMS-Mitteilungen. Verbraucht der Kunde die monatlich mit den Paketen erworbenen Minuten bzw. Mitteilungen, muss für jede weitere extra bezahlt werden. Bei "Drei" gibt es keine Mindesvertragsdauer. Für Frühstarter und Kunden, die sich für zwei Jahre binden, gibt es Preisabschläge.
Die einzelnen Dienste im Detail
3 ermöglicht dem Kunden mit maßgeschneiderten Video-Produkten einen raschen und einfachen Zugang zu Information und Unterhaltung für unterwegs. Videoclips zu unterschiedlichsten Themen werden durch die hauseigene Produktion und mit dem Partner "Cosmos Factory" konzipiert und für alle Endgeräte speziell aufbereitet. Der Kunde zahlt für den Video Download nur einmal und kann sich den Clip so oft ansehen, wie er will. Mit einem Knopfdruck erreicht man die nach Themen geordneten Inhalte, welche mehrmals täglich aktualisiert werden.
3Sport bringt rund um die Uhr aktuelle multimediale Sportnews aus Tennis, Formel 1, Fußball, Ski und vieles mehr. Mit den Fußball-Videoclips ist der Kunde bei Spielen aus Österreich, England und Italien nahezu zeitgleich zum Ereignis immer am Ball.
Die 3Box speichert an einem zentralen Ort alle Anrufe, E-Mails und Faxe. Die Kunden können ihre Mitteilungen verwalten, lesen, beantworten, weiterleiten und ausdrucken wann sie wollen, oder sich ein dringendes E-Mail einfach auf Deutsch oder Englisch vorlesen lassen.
Zwei "Drei"-Handys
Zunächst will "Drei" mit zwei UMTS-Handys (NEC) auf den Markt kommen. Die Geräte würden in ausreichender Zahl vorhanden sein, versichert Geschäftsführer Thoma. Das mit dem Start ab heute erhältliche NEC e606 wird 576 Euro kosten. Das NEC e808 wird Mitte bzw. Ende Mai auf den Markt kommen. Der Preis dieses Modells wird 699 Euro betragen.
Friendly Customers
Für Friendly Customers ist das UMTS-Netz von "Drei" bereits geöffnet. Der Webshop bot für Frühstarter bereits seit dem 16. April die Möglichkeit UMTS-Geräte zu kaufen. Zum offiziellen Start werden schließlich die "3Stores" in Wien, Graz, der SCS und Linz ihre Pforten öffnen. In weiterer Folge soll es zu einer schrittweisen Ausdehnung auf die üblichen Handelskanäle kommen.
Investitionen von 1,2 Mrd. Euro
Insgesamt wir der internationale Mischkonzern Hutchison Whampoa (Hongkong) für seinen Österreich-Einstieg 1,2 Mrd. Euro investieren. Die Zahl der Mitarbeiter soll heuer von 400 auf 500 ansteigen.
Erwartungen
Bis Jahresende, so Thoma, hofft der Mobilfunkanbieter in Österreich auf eine Kundenzahl "im oberen zweistelligen Tausender-Bereich". Der UMTS-Massenmarkt hat nach Ansicht von Thoma "noch Zeit". Wann sich die getätigten Investitionen rechnen werden, ist für ihn derzeit "schlichtweg nicht vorherzusagen". Hutchison habe "einen langen Atem". Ein Ziel, ab wann "Drei" in Österreich Gewinne schreiben soll, gebe es nicht, sagt Thoma.
UMTS für Ballungszentren
Die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) - und damit die volle Servicepalette - wird bei "Drei" zunächst im Großraum Wien bis Wiener Neustadt, Graz, Linz, St.Pölten und Eisenstadt verfügbar sein. Hutchison startet damit mit einer UMTS-Netzabdeckung von rund 35 Prozent. Bis Jahresende soll der UMTS-Dienst von "Drei" auch in Klagenfurt, Villach, Innsbruck und im Rheintal zur Verfügung stehen. In allen anderen Regionen funktioniert das Netz noch via GSM. Hutchison hat sich dafür im Netz der Mobilkom Austria eingemietet.
Finanzstarker Eigentümer
Mit Hutchison Wampoa Ltd. (HWL) hat Hutchison 3G Austria einen finanzstarken Eigentümer im Hintergrund. Der Börsenwert des Mischkonzerns wird auf 61,8 Mrd. Euro geschätzt. 2001 hat HWL mit Reedereien, Häfen, Immobilien, Hotels, Einzelhandel, Telekommunikation und Energie und weltweit 163.000 Mitarbeitern rund 11,5 Mrd. Euro umgesetzt.
Wiedereinstieg in Europa
Österreich wird nach Großbritannien und Italien voraussichtlich das dritte europäische Land sein, in dem Hutchison mit UMTS starten wird. Schweden und Australien sollen unmittelbar darauf folgen. Für den Mischkonzern bedeutet dies den Wiedereinstieg in den europäischen Mobilfunkmarkt. 1999 hatte sich Hutchison für umgerechnet 14,6 Mrd. Euro von seiner europäischen Mobilfunktochter Orange getrennt. Mit UMTS wird der Konzern neben Großbritannien, Italien, Österreich, Schweden und Australien auch in Irland, Dänemark, Israel und Hongkong vertreten sein.
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