Donnerstag, 17. April 2003

Spielehersteller Namco macht Sega Fusionsangebot

  • "Maximale Synergieeffekte" erwartet
  • 10 Prozent Marktanteil bei Software

Der japanische Spielehersteller Namco hat dem Konkurrenten Sega ein Angebot zur Wiederaufnahme von Fusionsgesprächen gemacht. "Wir sind sicher, dass die Zusammenführung der Aktivitäten beider Unternehmen in allen Geschäftsfeldern maximale Synergieeffekte bringen würde", hieß es in einer Mitteilung von Namco.

Entsprechende Gespräche waren im vergangenen Jahr auf Wunsch Segas vorübergehend ausgesetzt worden. Sega teilte mit, man werde das Angebot prüfen, nannte aber keinen Zeitrahmen für eine Entscheidung. Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde dies die geplante Fusion Segas mit dem Spielehersteller Sammy gefährden.

Computerspiel-Industrie stark umkämpft
Die Computerspiele-Industrie in Japan ist stark umkämpft und die Gewinnmargen sind wegen der hohen Konkurrenz gering. Analysten beurteilten das Fusionsangebot dennoch zurückhaltend. Wachstum allein sei nicht genug.

Namco & Sega: Schwache Firmen
"Es ist eine Kombination zweier schwacher Firmen. Die Fusion wird keinen Sinn machen, wenn sie nicht bereit sind, im Anschluss an die Fusion Restrukturierungsmaßnahmen einzuleiten", sagte Eiji Maeda vom Daiwa Institute of Research. "Wenn es dazu kommt, würden wir dies für die Aktien beider Unternehmen positiv ansehen", sagte Takashi Oya von der Deutschen Bank Gruppe.

Im Softwaregeschäft hätte ein fusioniertes Unternehmen einen Marktanteil von zehn Prozent. Im weniger profitablen Geschäft Spielen an Vergnügungsstätten würden die beiden Unternehmen zusammen wahrscheinlich einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen.

17.4.2003 13:41