Autoknacker: Diebe werden immer versierter
- Funkcode wird kopiert und Auto per Laptop geöffnet
Die Polizei-Sicherheitsdirektion Niederösterreich muss in letzter Zeit verstärkt Autoeinbrüche vermelden. So wurden beispielsweise in der Nacht zum 10. April im Stadtgebiet von Tulln insgesamt acht Einbrüche in Kraftfahrzeuge verübt. Dabei erbeuteten die unbekannten Täter sieben Autoradios und CDs. Die Täter werden aber immer versierter. Die Türen werden nicht mehr einfach nur "geknackt". Hi-Tech-Diebe kopieren den Funkcode des Autoschlüssels und gelangen schließlich per Laptop ins Wageninnere.
Wenn Autofahrer ihre Kraftwagen per Funk öffnen oder versperren, dann sollten sie dies künftig nicht mehr aus 100 Meter Entfernung machen. Ein Dieb könnte in der Nähe des Autos lauern und das Funksignal der Zentralverriegelung kopieren. Per Laptop und entsprechender Software gelangen die technisch versierten Hi-Tech-Autoknacker schließlich ins Wageninnere und können so ungehindert Autoradio und andere im Wagen gelagerte Gegenstände erbeuten. Abschließend versperren die listigen Diebe den Wagen wieder.
Kein Versicherungsfall
Da bei dieser Art von Einbruch kein Schaden angerichtet wird, weigern sich Autoversicherungen zu bezahlen. In den Polizzen findet sich zumeist eine Klausel, dass nur bezahlt wird, wenn der Kraftwagen gewaltsam aufgebrochen wird.
Vorsicht walten lassen
Um diese Art von Einbruch zu verhindern, sollten Autobesitzer - so möglich - zukünftig wieder den herkömmlichen Autoschlüssel verwenden, oder zumindest die Funkfernbedienung nur aus nächster Nähe und nicht aus größtmöglicher Entfernung einsetzen.
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