Donnerstag, 17. April 2003

Ostereier: Genügend vorhanden, aber 5 Prozent teurer

  • Geflügelproduzenten verunsichert und wenig investitionsfreudig
  • Lückenfüller kommen aus Osteuropa, USA und China

Für die bevorstehenden Ostertage sind genügend Eier vorhanden, allerdings liegt der Preis um rund fünf Prozent höher als vor einem Jahr. Diese Zahlen kommen jetzt von der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich. 30% der bei uns angebotenen Eier werden importiert - zum Teil sogar aus China.

Die Landwirtschaftskammer-Experten für Geflügelwirtschaft stellen bei den Bauern derzeit eine erhebliche Verunsicherung fest, daher seien die Produzenten auch nicht zu Investitionen bereit.

Angst vor Bundes-Tierschutz-Gesetz
Im gesamten EU-Raum sei derzeit das Angebot an Eiern geringer, dies hänge mit den neuen - seit 1. Jänner 2003 geltenden - Bestimmungen für die Haltung von Legehennen zusammen, so Martin Mayringer von der OÖ. Landwirtschaftskammer.

Die neuen Bestimmungen schreiben mehr "Platz" für die Hühner vor, die Folge sei, dass die Geflügelproduzenten in ihren vorhandenen Käfigen 20 bis 25 Prozent weniger Tiere halten können. Damit sei insgesamt die Zahl der Legehennen und somit auch der Eier zurückgegangen, was wiederum zu erhöhten Preisen geführt habe, erläutert Mayringer.

Die österreichischen Geflügelproduzenten seien derzeit vor allem dadurch verunsichert, dass sie nicht genau wissen, wie das geplante Bundes-Tierschutzgesetz im Detail aussehen und welche weiteren Auflagen es für die Haltung von Hühnern bringen wird.

Eier aus China
"Solange es hier keine Klarheit gibt, wird auch niemand investieren", so Mayringer. Die Folge sei, dass immer mehr Import-Eier auf den österreichischen Markt kommen, derzeit liege der Anteil der eingeführten Ware bei 30 Prozent. Wobei der Anteil der Eier aus Osteuropa, China und auch den USA immer größer werde.

17.4.2003 12:22