Donnerstag, 17. April 2003

Bayer und GlaxoSmithKline zahlen USA 344 Mio.Dollar

  • Ende des Streits um zu hohe Preise für Gesundheitsprogramm

Seit Jahren gibt es in den USA Streit um zu teure Medikamente für das staatliche Gesundheitsprogramm. Zur Beendigung des Zwists müssen das deutsche Pharma-Unternehmen Bayer und der britische Branchenriese GlaxoSmithKline 344 Mio. Dollar (317 Mio. Euro) an Washington zahlen.

"Das Fehlverhalten der Pharmaindustrie schadet den öffentlichen Haushalten und nimmt unseren Bürgern und Steuerzahlern Geld weg", erklärte der Staatsanwalt von Massachusetts.

Mit dem Vergleich muss Bayer 255,6 Mio. Dollar zahlen, GlaxoSmithKline rund 88 Mio. Dollar. Bayer zeigte sich in einer Erklärung zufrieden mit der Lösung.

Nach einer grundsätzlichen Einigung im Dezember hatte Bayer nach eigenen Angaben bereits eine Rückstellung in Höhe von 257,2 Mio. Dollar für den Fall gebildet. In dem Streit war die US-Tochter Bayer Corporation Gegenstand einer zivil- und strafrechtlichen Untersuchung der Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Massachusetts.

Der Bayer Corporation wurde vorgeworfen, zwischen 1995 und 2000 den Regierungsbehörden und anderen öffentlichen Institutionen nicht wie vorgeschrieben die jeweils besten Preise und Rabatte im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicaid eingeräumt zu haben. Mit dem Programm werden unter anderem gering verdienende US-Bürger sowie Behinderte beim Kauf von Medizin und Behandlungen unterstützt.

17.4.2003 10:27