Arbeitslosigkeit '02 mit stärkstem Anstieg seit 1993
- Im März: 7,4 Prozent Arbeitslose in Österreich (Kasten)!
- SPÖ: "Regierung hat Konjunktur kaputtgespart" (siehe rechts)

·Arbeitsmarkt
Österreich: Im März 7,4% Arbeitslose
·Durch VP-FP
SPÖ: "Konjunktur kaputtgespart"
·Österreich
Arbeitslosequoten: März 1994-2003
·Arbeitslosigkeit
ÖGB macht Regie- rung verantwortlich
Österreich hat 2002 den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit seit 1993 verzeichnet. Grund dafür war nach einer Analyse des Wifo-Arbeitsmarktexperten Mahringer die Konjunkturschwäche bei gleichzeitiger Zunahme des Arbeitskräfteangebotes. Zugleich gab es bei den unselbständig Beschäftigten den stärksten Rückgang seit 1996. Die Arbeitslosenzahl wuchs im Vorjahr um 28.535 auf im Schnitt 232.418.
Die Arbeitslosenquote erreichte somit nach österreichischer Berechnung 6,9 Prozent, jene der Frauen betrug 6,4 Prozent, die der Männer 7,2 Prozent. Überdurchschnittlich stark stieg 2002 die Arbeitslosigkeit der Älteren und der unter 25-Jährigen: Gegenüber 2001 waren um 42,1 Prozent mehr Männer ab 60 Jahren und um 42,9 Prozent mehr Frauen ab 55 Jahren als arbeitslos registriert.
Obwohl die anhaltende Schwäche der Arbeitskräftenachfrage im Jahr 2002 zunehmend auch die Arbeitslosigkeit Höherqualifizierter steigen ließ, finden nach wie vor insbesondere Geringqualifizierte keinen Arbeitsplatz: Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich in vielen Bereichen in Richtung höherer Qualifikationen.
2002 wurde der stärkste Rückgang der aktiven unselbständigen Beschäftigung seit 1996 registriert. Die größten Beschäftigungsgewinne gab es 2002 in den unternehmensbezogenen Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gaststättenwesen und im Unterrichtswesen.
Erhöht wurde im Vorjahr in Österreich das Arbeitskräfteangebot aus Sicht von Mahringer durch die Anhebung des Antrittsalters für die vorzeitige Alterspension und den Zuzug von ausländischen Arbeitskräften. Die Verlängerung der höchstmöglichen Bezugsdauer für das Kinderbetreuungs- bzw. Karenzgeld wirkte sich in einem Rückgang der Erwerbsbeteiligung von Frauen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren aus.
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