Montag, 14. April 2003

Brau-Union schließt Produktionsstandort in Innsbruck

  • 47 Mitarbeiter betroffen

Die Brau-Union schließt ihren Produktionsstandort in Innsbruck. Für 30 der 47 von der Aufgabe des Braubetriebs betroffenen Mitarbeiter ist ein Sozialpaket ausgehandelt worden, einige wechseln in den Ruhestand, der Rest soll an anderen Standorten des Konzerns Arbeit finden.

Brau-Union-Vorstand Johann Sulzberger und der Tiroler Verkaufsdirektor Matthias Gurschler verwiesen auf den rückläufigen Bierkonsum in Österreich und Westeuropa, jedes Jahr um ein Prozent. An diesem Trend werde sich nichts ändern. Daher müsse die Produktionsstruktur neu geordnet werden. Die Marken "Kaiser Bier" und "Adambräu" würden in die Brauereien in Wieselburg (Flaschenbier) und in dass Salzburger Hofbräu Kaltenhausen (Fassbier) verlegt.

Derzeit verfügt die Brau-Union noch über acht Produktionsstandorte. Der Anteil des Innsbrucker Bürgerbräu betrage 5 Prozent oder 270.000 Hektoliter pro Jahr.

"Wesentlicher Entscheidungsgrund" für die Produktionsverlegung sei die Lage des Bürgerbräu mitten in der Stadt. Der Standort sei für einen Industriebetrieb "nicht entwicklungsfähig", mit zunehmend problematisch werdender Anlieferung von Rohstoffen und Auslieferung von Getränken, sowie Anrainerbeschwerden wegen zu hohem Verkehrsaufkommen und Emissionsbelastungen.

Ausgebaut werden soll demgegenüber das 1994 ausgelagerte Vertriebszentrum in Neu-Rum. Dort will die Brau-Union mehr als 200.000 Euro investieren. Insgesamt beschäftigt die Brau-Union in Tirol derzeit 205 Mitarbeiter.

14.4.2003 11:37