Die Veilchen könnten bald woanders blühen
- Austrias Stadion-Projekt geht in entscheidende Phase
- Neue Heimstätte könnte in vier Jahren in Rothneusiedl stehen
·Sparefroh
Herr Stronach wird langsam knausrig
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Auf nationaler Ebene reicht es noch allemal, internationalen Ansprüchen wird das Horr-Stadion allerdings nicht mehr gerecht. Doch die Wiener Austria, der überlegene Tabellenführer und designierte Meister der Bundesliga, forciert nicht nur wegen ihres Europacup-Comebacks den Bau einer neuen Fußball-Arena. "Uns allen ist bewusst, dass wir eine neue Heimstätte brauchen, sie soll in Rothneusiedl entstehen. Darauf hat sich der Klub festgelegt", erklärt der violette Manager Markus Kraetschmer.
Seinen Angaben zufolge hat der inzwischen wieder nach Kanada gereiste Austria-Gönner und Magna-Chef Frank Stronach in den vergangenen Wochen einige interessante Gespräche mit der Gemeinde Wien und Investoren geführt. "Wir treten jetzt in eine entscheidende Phase ein und hoffen, dass wir in den nächsten zwei Monaten schon zu konkreten Ergebnisse kommen", verriet Kraetschmer stellvertretend für den ebenfalls in Übersee weilenden Projektleiter Andreas Rudas, der auch Austria Vizepräsident ist.
Verkehrsanbindung im Entstehen
In den nächsten Wochen werden laut Kreatschmer wichtige Details abgeklärt. "Von den Magistratsbeamten bis hinauf zu Bürgermeister Michael Häupl stehen dem Projekt alle sehr positiv gegenüber", berichtet der Austria-Manager von einer angenehmen Atmosphäre der laufenden Gespräche. Die Verkehrsanbindung an den Standort im Süden Wiens wird durch den fixen Ausbau der U1 bis Rothneusiedl und der S1-Umfahrungsstraße, die bereits im Entstehen ist, geschaffen.
Das neue, multifunktionale Fußball-Stadion soll an die 30.000 Zuschauern ausschließlich auf Sitzen Platz bieten und über einen Parkplatz, deren Kapazität (rund 7.500) laut internationaler Studien im Verhältnis zum Fassungsvermögen 1:4 stehen soll, verfügen. "Mit dem U-Bahn-Anschluss und der S1 könnte Rothneusiedl auch für Pendler sehr interessant werden", hofft Kraetschmer, der die nötige Frequenz am neuen Stadion-Komplex auch durch Geschäfte, Unterhaltung, Gastro-Betrieben etc. erreichen möchte. Die Austria könnte ihren Betrag mit einem Vereinsmuseum oder einem Fan-Lokal beisteuern.
Fertigstellung in vier Jahren
Über die Finanzierung kann man nach derzeitigem Stand der Dinge freilich ebenso noch keine Angaben wie über die finanzielle Beteiligung des Magna-Konzerns, des Vereins oder der Gemeinde machen. Sind die Kosten derzeit noch ein unbekannter Faktor, so steht der mögliche Zeitpunkt der Fertigstellung im Groben schon fest. "Wenn alles reibungslos verläuft, könnte das Stadion in vier Jahren fertig sein", hofft Kraetschmer voller Optimismus.
