Freitag, 18. April 2003

Reglement bleibt: Kein zweiter Regenreifentyp

  • Fisichella erhält Pokal für Sieg in Brasilien
  • Montoya und Gordon tauschen am 11. Juni Autos

Der Internationale Automobilverband FIA und die Formel-1-Teamchefs haben am Donnerstag in Imola vereinbart, dass weiterhin keine zwei Regenreifen-Typen an einem Rennwochenende erlaubt sind. FIA-Präsident Max Mosley erklärte: "Für 2003 bleibt alles wie beschlossen", von minimalen Änderungen abgesehen. Das heißt, die Fahrer dürfen auch künftig nur eine schnelle Runde im Zeittraining absolvieren und die Autos dürfen nach dem Qualifying nicht umgebaut und betankt werden.

In langen Sitzungen hatten die Teamchefs erst mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und danach mit Mosley über das Reglement beraten. "Es herrschte völlige Übereinstimmung, dass wir nach den beschlossenen Regeln weitermachen", teilte der FIA-Präsident später mit. Künftig kann allerdings das Ersatzauto im freien Training am Freitag und Samstag gefahren werden. Die im Qualifying und im Grand Prix eingesetzten Wagen müssen dagegen identisch bleiben. Bei einem notwendig gewordenen Motorentausch muss der Pilot von hinten starten. Wer seine Fahrzeug-Abstimmung - wie zuletzt in Brasilien nach dem strömenden Regen - verändert, muss aus der Boxengasse beginnen.

Streitpunkt Elektronik
Für 2004 gibt es laut Mosley noch einige Differenzen. So wollten die Teamchefs weiterhin Daten vom Auto zur Box übermitteln sowie elektronische Fahrhilfen wie Traktionskontrolle, vollautomatisches Getriebe oder Starthilfe benutzen. Diese sollen in der kommenden Saison verboten werden. "Dazu gibt es bald ein Treffen", sagte der Brite. "Ich hoffe, dass wir in allen Punkten Übereinstimmung erzielen."

Fisichella erhält Pokal
Mit zwölf Tagen Verspätung hat Giancarlo Fisichella am Freitag Vormittag die Trophäe für seinen Sieg im Grand-Prix von Brasilien in Empfang nehmen dürfen. Für den Italiener wurde es trotz des erst im Nachhinein zugesprochenen ersten Platzes ein ganz spezieller Moment, denn Fisichella wurde in Imola vor seinen Fans ausgezeichnet. Überreicht wurde der Pokal von McLaren-Pilot Kimi Räikkönen, der in Südamerika ursprünglich zum Sieger erklärt worden war. Nach einer FIA-Sitzung am vergangenen Freitag war das Ergebnis aber korrigiert worden.

McLaren-Boss Ron Dennis überreichte dann auch noch Eddie Jordan den Pokal für den Konstrukteurs-Erfolg und alles war wieder eitel Wonne. "Jetzt fühl' ich mich besser und entspannter. Nach acht Jahren in der Formel 1 und fünf zweiten Plätzen hab' ich endlich gewonnen", freute sich der Jordan-Pilot, der bei seinem 110. Start seinen ersten Sieg eingefahren hatte.

Montoya und Gordon tauschen Autos
Juan Pablo Montoya und NASCAR-Pilot Jeff Gordon werden im Vorfeld des Grand-Prix von Kanada einen Autotausch vornehmen. Am 11. Juni wird Montoya den Chevrolet des vielfachen NASCAR-Champions und Gordon den Williams-BMW des Formel-1-WM-Dritten 2002 steuern. Unterwegs sein werden die beiden auf dem Indianapolis Motor Speedway.

18.4.2003 10:42
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts