Sonntag, 20. April 2003

Polizeischutz nach Schlusspfiff für Referee in OÖ

  • Unparteiischer attackiert - Von Gendarmerie vom Feld eskortiert

Gefahr für Leib und Leben herrschte am Samstagabend beim oberösterreichischen Fußball-Landesliga-Spiel Vöcklamarkt gegen die Gastmannschaft Ranshofen für den Schiedrichter. Der Referee musste von der Gendarmerie vom Feld eskortiert werden.

Das Spiel nahm einen turbulenten Verlauf, der Schiedsrichter zeigte zehn gelbe und zwei gelb-rote und eine rote Karte. Da sahen auch mehrere Fans rot - sie protestierten und beschimpften den Referee. Dieser verwies daraufhin mehrere Zuseher aus der Arena.

Bereits in der Halbzeitpause habe er auf dem Weg zur Kabine einen Faustschlag von einem Fan kassiert, berichtete der 46-Jährige. Nach dem Schlusspfiff - das Spiel endete übrigens 2:2 - war die Stimmung dann so aufgeheizt, dass der Schiedsrichter nur mehr mit Polizeischutz den Platz verlassen wollte. Drei Streifen eskortierten ihn unter wüsten Beschimpfungen der Fans vom Spielfeld.

Sein Schiedsrichterassistent hat bereits ähnliche, allerdings noch folgenschwerere Erfahrungen mit wütenden Fans gemacht. Er war im Herbst des Vorjahres nach einem Spiel der zweiten oberösterreichischen Landesliga in Königswiesen (Bezirk Freistadt) von einem aufgebrachten Fan krankenhausreif geprügelt worden.

20.4.2003 13:59