Sonntag, 20. April 2003

Japaner Katoh ist seinen Verletzungen erlegen

  • Prallte beim GP von Suzuka mit 200 km/h gegen eine Mauer
  • Gresini-Team startet beim nächsten GP nur mit einem Fahrer

Der japanische MotoGP-Pilot Daijiro Katoh, der am 6. April in Suzuka beim WM-Lauf um den GP von Japan schwer gestürzt war und sich seither im Koma befunden hatte, ist in einem Spital von Tokio seinen Verletzungen erlegen. Dies gab sein Rennstall Honda am Samstag bekannt. Katoh war verheiratet und Vater zweier Kinder.

Katoh ist der 59. Fahrer, der seit 1949 Opfer eines Unfalls bei einem Motorrad-Grand-Prix wurde. Zuletzt war 1994 ein Seitenwagen-Fahrer auf dem Hockenheimring tödlich verunglückt. Beim Auftaktrennen am 6. April war Katoh auf seiner Heimstrecke in der dritten Runde des Moto-GP-Rennens mit rund 200 km/h gegen eine Begrenzungsmauer gerast. Er war sofort bewusstlos und wurde mit schweren Verletzungen an Kopf, Nacken und Brust in ein Krankenhaus gebracht. Obwohl sich sein Herzschlag und der Blutdruck stabilisierten, konnte die Behandlung der Verletzungen nicht fortgesetzt werden, da der Gehirndruck zu hoch war.

In Südafrika nur mit Gibernau an den Start
Weltmeister Valentino Rossi hat die japanische GP-Strecke mittlerweile zum wiederholten Mal als "zu gefährlich" bezeichnet. Unterdessen entschied Katohs Teammanager Fausto Gresini zusammen mit Motorrad-Hersteller Honda und seinem Hauptsponsor beim zweiten Grand Prix am 27. April in Südafrika nur mit dem zweiten Piloten Sete Gibernau (Spanien) zu starten.

20.4.2003 09:21