Samstag, 19. April 2003

Kirch soll Vergabe der WM beeinflusst haben

  • "Süddeutsche Zeitung" deckt angebliche unlautere Methoden auf
  • Kleinere Verbände sind von Kirch "überredet" worden

Der ehemalige Medienunternehmer Leo Kirch und der FC Bayern München sollen die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland auf angeblich unlautere Weise mitbeeinflusst haben. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, soll Kirch die Fußballverbände Maltas, Thailands und Tunesiens mit gut dotierten Fernsehübertragungslizenzen für Freundschaftsspiele des FC Bayern in diesen Ländern "überredet" haben, ihre Stimme Deutschland zu geben.

Es seien bei Kirch "bis zu 3,5 Millionen Dollar eingeplant" gewesen, um die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Deutschland auf diese Weise zu befördern, schrieb das Blatt. Den früheren Manager der in diese Geschäfte involvierten Schweizer Rechteagentur CWL, Günter Netzer, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" mit den Worten, dies sei ein "ganz normales Agenturgeschäft" gewesen. Die Gelder seien an die Verbände der drei Länder gezahlt worden, nicht aber an Mitglieder der FIFA-Exekutive.

19.4.2003 08:53