Vienna HotVolleys stellten in AVL-Finale auf 2:2
- Klarer 3:0-Heimerfolg gegen VT Tirol
- Wie Michael Jordan den Wienern half
Der Kampf um den Titel in der österreichischen Volleyball-Meisterschaft der Herren bleibt weiterhin spannend. Die Vienna hotVolleys hoffen nach dem klaren 3:0-Heimerfolg am Freitag gegen VT Tirol jetzt im fünften Spiel der AVL-Finalserie am Montag in Innsbruck auf den ersten Auswärtssieg, den sie zur Krönung ja unbedingt benötigen. Manager Peter Kleinmann hatte sein Team, in dem mit Brooke Billings, Dave McKienzie und Co. einige US-Amerikaner spielen, vor der Freitagpartie mit einem Video des NBA-Stars Michael Jordan motiviert.
"Ich habe ihnen Highlights von Jordan gezeigt und dann gefragt, ob sie jetzt auch noch was von sich sehen wollen. Sie wollten lieber nochmals Jordan", erklärte Kleinmann, der am Freitag "das beste Spiel" seiner hotVolleys heuer gesehen hat. In den Reihen der Tiroler war mit Fortdauer der Partie Nervosität aufgekommen. Die könnte jetzt in der heißen Phase der Titelentscheidung vielleicht auch den Ausschlag zu Gunsten der erfolgsverwöhnten Wiener geben. So sah es auch der ehemalige hotVolleys-Trainer Igor Prielozny, der als Zuschauer auf der Tribüne saß: "Die Innsbrucker werden nervös, gut möglich, dass das die Serie entscheidet."
Ein Start nach Maß für die Wiener
Das Match begann ganz nach Wunsch der Wiener, die rasch mit 7:1 in Führung lagen und den Satz dann mit 25:19 relativ locker heimspielten. Gegen Ende des ersten Satzes kam bei den hotVolleys auch bereits wieder Dave McKienzie zum Einsatz, der sich vor einer Woche einen doppelten Bänderriss und Kapselriss im rechten Knöchel zugezogen hatte. Zu Beginn des zweiten Satzes gingen die Tiroler dann erstmals in Führung (4:3), die allerdings nur von kurzer Dauer war. Der Set verlief lange Zeit ziemlich eng, doch das Resultat fiel am Ende mit 25:20 für die Heim-Mannschaft erneut relativ klar aus.
HotVolleys dominieren das Geschehen
Im dritten Durchgang waren die Tiroler von Beginn an besser im Spiel und zogen auf 5:1 davon. Die Sturm- und Drangzeit der Gäste hielt aber nicht lange an, die hotVolleys konnten relativ rasch wieder herankommen und ausgleichen (6:6). Infolge wechselte die Führung öfters hin und her, aber für die Tiroler - mit Geburtstagskind Laninovic (32) - reichte es in diesem Match zu keinem Satzgewinn mehr. Die Wiener machten den Sack mit 25:23 zu.
"Wir haben alle sehr gut gespielt, das zeigt das Ergebnis. Wir werden zu Hause kein Match gegen Tirol verlieren", meinte Brooke Billings, der für McKienzie in die Grundsechs gekommen war und eine hervorragenden Partie für die Wiener absolviert hatte.
Ein Team, aber kein Kollektiv
Auf der Verliererseite war man sich einig, deutlich unter dem Wert geschlagen worden zu sein. "Bei uns hat heute keiner seine Normalform erreicht, den ersten Satz haben wir verschlafen und dann unter unserem Niveau gespielt. Wir müssen dieses Spiel vergessen, da braucht man nix analysieren", erklärte Hannes Kronthaler. Und Trainer Stefan Chrtiansky fügte hinzu: "Schade, dass wir in einer so wichtigen Meisterschaftsphase, nicht als Kollektiv aufgetreten sind."
Ergebnis der "best of seven"-Finalserie der Austrian Volley-League (AVL):
4. Spiel: Vienna hotVolleys - VT Tirol 3:0 (19,20,23)
Stand in der Serie: 2:2.
Nächstes Spiel am Ostermontag in Innsbruck (USI-Halle).
Die Topscorer:
Heino 15, Antunovic 11, Billings 10 bzw. Gavan 12, Laninovic 9, Konecny 7
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