Austrowcup als Handicaprennen für mehr Attraktivität
- Weltpremiere nach Ostern in Wien
- WM in Mailand als Saisonhöhepunkt
Um Rudern für das Publikum interessanter zu gestalten, gibt es nach Ostern in Wien eine Weltpremiere: Im Rahmen der österreichischen Kleinboot-Meisterschaften (Einer, Doppelzweier, Zweier ohne und Zweier mit Steuermann für Männer und Frauen) wird am 26./27. April der Austrowcup 2003 gestartet. Es handelt sich dabei um Einzelzeitfahren, wobei das langsamste Boot als erstes und das schnellste als letztes startet. Als Basis dienen die jeweiligen Weltbestzeiten in den olympischen und nicht-olympischen Bootsklassen.
Jede Regatta - neben Wien noch in Klagenfurt (17./18. Mai) und Ottensheim bei Linz (9./10. August) - wird in zwei Rennen gefahren. Die im ersten Lauf erzielte Zeit wird relativ zur aktuellen Weltbestleistung in dieser Bootsklasse in Form von Prozentpunkten bewertet. Diese Punkte werden dem einzelnen Ruderer auf sein Konto gutgeschrieben und für die Endabrechnung herangezogen. Im zweiten Rennen wird dann mit Handicap gestartet. Die sechs schnellsten Boote starten im A-Finale.
Spannende Rennen erwartet
"Wir haben die aus der Nordischen Kombination bekannte Gundersen-Methode herangezogen", sagte der Kärntner Ruderpräsident Kurt Peterle am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. "Dies sollte ein Garant für spannende und übersichtliche Wettkämpfe sein." Der Austrowcup ist zum ersten Mal bei Regatten in Österreich mit insgesamt 14.500 Euro Preisgeld dotiert. Für die heimische Elite besteht Startverpflichtung.
Nationalmannschaft trainiert für die WM
Auf dem Völkermarkter Stausee findet in der Karwoche der erste Trainingslehrgang für die Nationalmannschaft statt. Cheftrainer Martin Kessler hat dazu zwölf Männer und fünf Frauen eingeladen. "Wir stehen vor einem schwierigen Jahr, weil einige Spitzenleute gesundheitliche Probleme haben", sagte er. Konkret bezieht sich das auf den Linzer Wolfgang Sigl, der nach Rückenproblemen aus dem leichten Vierer ohne ausgestiegen ist und sich künftig im schweren Doppelvierer versuchen will. "Derzeit kann er allerdings nur ganz leicht trainieren", dazu Kessler. Im Leichtgewichtsvierer ersetzt ihn der Kremser Helfried Jurtschitsch, der gemeinsam mit Martin Kobau, Bernd Wakolbinger und Sebastian Sageder im Boot sitzt.
Olympiaqualifikation als Ziel
Saisonhöhepunkt für Österreichs Ruderer ist die Weltmeisterschaft im September in Mailand. Der LG-Vierer ohne und der Salzburger Ralf Kreibich im Einer wollen sich direkt für Olympia 2004 qualifizieren. Dazu müssten sie zumindest das Kleine Finale erreichen. "Das ist realistisch", sagte Kessler, "denn Kreibich war im Vorjahr WM-Sechster." Der leichte Vierer ohne, 2001 Weltmeister, war auf Platz neun gelandet. Bei den Frauen werden zwei Doppelzweier aufgestellt, Ziel ist ebenfalls ein Olympiastartplatz.
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