Mittwoch, 16. April 2003

Schalke 04 nimmt 100 Millionen-Anleihe auf

  • Rückzahlung durch Zuschauereinnahmen
  • Keine großen Spielertransfers geplant

Der deutsche Pokalsieger FC Schalke 04 hat seine Vereinskasse aufgefüllt. Die "Königsblauen" haben wie angekündigt eine Anleihe über 75 Millionen Euro aufgenommen, für weitere 25 Millionen Euro sind die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Als Geldgeber stehen britische und amerikanische Investoren bereit, teilte der Verein mit. Als Gegenleistung tritt Schalke für die kommenden 23 Jahre einen Teil der Zuschauereinnahmen ab. Jährlich werden etwa sieben Millionen Euro fällig.

Das Geld will der Bundesligist keineswegs ausnahmslos in den Kader investieren, sondern vielmehr langfristige Verbindlichkeiten abtragen. "Wenn wir jetzt verrückte Spielertransfers machen würden, wären wir ja selbst verrückt", sagte Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg der "Westfälischen Rundschau". Der Verein habe bereits sämtliche Schulden, vor allem gegenüber Banken, getilgt und ausstehende Zahlungen aus Spielertransfers beglichen.

Nach Angaben von Schalkes Geschäftsführer Peter Peters hätten die Investoren keine Einflussnahme auf den Verein. "Die Unabhängigkeit in allen Sachfragen ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt", sagte Peters. Manager Rudi Assauer kommentierte den Deal mit den Worten: "Da ist alles gut durchkalkuliert, wir sind von der Sache voll überzeugt."

16.4.2003 11:16