NATO könnte Waffensuche im Irak übernehmen
- Mandat der UNO-Inspektoren besteht noch
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Die NATO könnte nach Angaben eines US-Regierungsvertreters eine Rolle bei der Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak spielen. Der für politische Fragen zuständige Staatssekretär im Außenministerium, Marc Grossman, sagte der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" (Sonntag-Ausgabe), das Mandat der UNO-Waffeninspektoren für den Irak bestehe noch. Sie könnten jedoch nicht als Ganzes zurückkehren.
Die NATO könne die Suche nach Massenvernichtungswaffen leiten. Dies sei auch von Vize-US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz bei einem Besuch beim NATO-Hauptquartier in Brüssel vorgeschlagen worden, sagte Grossman.
Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" prüft die NATO offenbar die Übernahme eines Einsatzes zur Friedenssicherung und zum Wiederaufbau im Irak. Im Bündnis wachse die Bereitschaft, dort eine Rolle zu übernehmen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Diplomaten sowie Kreise aus dem Berliner Kanzleramt und dem Außenministerium. Es bestünden Chancen, dass Frankreich einen solchen Einsatz des Bündnisses nicht verhindern wolle. Ein Sprecher der Bundesregierung nahm zu dem Bericht nicht Stellung.
Die USA haben nach ihren jüngsten Siegen im Irak-Krieg angekündigt, selbst nach Massenvernichtungswaffen suchen zu wollen. Dazu seien etwa zehn ehemalige UNO-Waffeninspektoren übernommen worden. Es wird erwartet, dass deren Chef Hans Blix am Dienstag dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen seine Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Inspektionen mitteilt. Die USA und ihre Verbündeten hatten ihren Angriff auf den Irak unter anderem mit dem Vorwurf begründet, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen. Bisher ist kein Waffenfund bekannt geworden.
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