US-Außenminister Powell will nach Damaskus reisen
- Briten, Spanier und Franzosen versuchen zu vermitteln
- Syrien bringt Resolution gegen ABC-Waffen ein
US-Außenminister Colin Powell will nach eigenen Worten nach Damaskus reisen und dort mit dem syrischen Präsidenten Bashar el Assad über die jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern reden. Zwischen Washington und Damaskus gebe es zahlreiche diplomatische Kontakte, sagte Powell am Mittwoch der Fernsehnachrichtenagentur APTN.
Außerdem liefen Vermittlungen über Großbritannien, Frankreich und Spanien. Einzelheiten, wann er nach Syrien zu reisen gedenkt, nannte Powell nicht.
Die US-Regierung wirft Syrien vor, Angehörige des entmachteten irakischen Regimes zu verstecken und den Terrorismus zu unterstützen sowie Massenvernichtungswaffen zu besitzen.
Syrien: Resolution gegen Massenvernichtungswaffen
Syrien hat am Mittwoch (Ortszeit) im Weltsicherheitsrat der UNO in New York einen Resolutionsentwurf eingebracht, der den Nahen Osten zu einer von Massenvernichtungswaffen freien Zone erklärt. Zugleich wies der syrische UN-Botschafter Michail Wehbe Vorwürfe der USA zurück, sein Land verfüge über chemische Waffen. Die Resolution ist gegen Israel gerichtet, das nach allgemeiner Einschätzung über Atomwaffen verfügt.
Die Atommächte Russland, China und Pakistan erklärten, sie unterstützten prinzipiell den arabischen Vorschlag. Auch die USA zeigten sich grundsätzlich mit der Idee eines Nahen Ostens ohne Massenvernichtungswaffen einverstanden, erneuerten aber ihre Kritik an Syrien. Vermutlich wird am Donnerstag erstmals über den Resolutionsentwurf beraten.
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