Dienstag, 15. April 2003

200.000 Dollar für Hinweis auf Saddams Versteck

  • Pentagon will mit Geld an Informationen kommen

Das Pentagon will mit Belohnungen von bis zu 200.000 Dollar (185.460 Euro) an Informationen über die Aufenthaltsorte von Saddam Hussein und seinen Getreuen sowie über Massenvernichtungswaffen kommen. Wie eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums am Dienstag mitteilte, sollen die Iraker auch mit Nahrungsmitteln oder anderen Belohnungen ermuntert werden, ihr Wissen preiszugeben.

Offiziere im Irak seien ermächtigt, bis zu 2.500 Dollar zu bezahlen. Bis zu 50.000 Dollar dürfe der Befehlshabers der US-Truppen am Golf, General Tommy Franks, für Informationen ausgeben. Für darüber hinausgehende Zahlungen sei die Zustimmung von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erforderlich, so die Sprecherin.

Die Pentagon-Initiative ähnelt dem Belohnungssystem, mit dem die USA Osama bin Laden und seinen Anhängern auf die Spur kommen wollten. Für Hinweise auf den Aufenthaltsort des El-Kaida-Chefs wurden sogar mehrere Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

15.4.2003 21:46