US-Truppen legen Pipeline zwischen Irak & Syrien still
- Rumsfeld "wusste nichts" von Pipeline-Schließung
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Die US-geführten Truppen haben eine Öl-Pipeline zwischen dem Irak und Syrien stillgelegt. Dies sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Dienstag vor Journalisten in Washington. Die US-Regierung hatte Syrien in den vergangenen Tagen beschuldigt, Gefolgsleuten des entmachteten irakischen Staatschefs Saddam Hussein Unterschlupf zu gewähren und chemische Waffen zu besitzen.
Dem Nahost-Land wurden diplomatische wie wirtschaftliche Sanktionen angedroht. Die wiederholten US-Warnungen an die Regierung in Damaskus hatten auch Spekulationen ausgelöst, Washington wolle den Krieg im Irak möglicherweise auf das Nachbarland ausweiten.
US-Außenminister Colin Powell hatte am Dienstag gesagt, es lägen derzeit keine neuen Kriegspläne vor. Zwar seien die USA über die Haltung Syriens besorgt, aber es gebe "keine Liste" von Ländern, gegen die die USA mit Gewalt vorgehen wollten, um die Regierung zu stürzen oder die Demokratie einzuführen.
Rumsfeld "wusste nichts" von Pipeline-Schließung
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist der Vollzug der Schließung einer Öl-Pipeline zwischen dem Irak und Syrien durch US-Truppen von den Streitkräften mitgeteilt worden. Von einer entsprechenden Anordnung wisse er nichts, sagte Rumsfeld am Dienstag in Washington. Ob die irakische Pipeline die einzige sei und ob damit nun der gesamte Ölzufluss aus dem Irak nach Syrien unterbrochen worden sei, könne er nicht sagen.
Rumsfeld hatte, wie auch Außenminister Colin Powell, Syrien öffentlich beschuldigt, Mitgliedern der vor den US-Streitkräften geflüchteten irakischen Führung Unterschlupf gewährt zu haben. Außerdem habe Syrien seit längerer Zeit Chemiewaffen getestet. Syrien hat diese Beschuldigungen inzwischen zurückgewiesen. Powell hatte Syrien zudem mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht und die dortige Regierung zu "Wohlverhalten" aufgefordert.
Nach Angaben aus Kreisen der Ölindustrie und nach Informationen von Analysten verletzen der Irak und Syrien durch nicht genehmigte Öllieferungen im Umfang von täglich 100.000 bis 150.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) Rohöl die noch aus dem ersten Golf-Krieg von 1991 stammenden Resolutionen der UNO. Nach UNO-Reglement war dem Irak bisher lediglich der Export einer exakt definierten und begrenzten Menge Öl nach dem Programm "Öl für Lebensmittel" erlaubt. Die UNO hatte die Sanktionen gegen den Irak wegen dessen Überfall auf Kuwait im Jahr 1990 verhängt.
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