Erneut vier Zivilisten in Mossul von GIs erschossen
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Das US-Zentralkommando hat am Mittwoch bestätigt, dass amerikanische Soldaten bei einem Feuergefecht in der nordirakischen Stadt Mosul mindestens sieben Irakis getötet haben. Wie US-General Vincent Brooks vor Journalisten in Katar mitteilte, kam es am Dienstag während einer gewalttätigen Demonstration in der Nähe eines von den Amerikanern besetzten Regierungsgebäudes zu dem Vorfall. Am Mittwoch wiederholte sich dieser laut "Al Jazeera".
Die US-Streitkräfte seien von den wütenden Irakis beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. In Mosul halten die Spannungen zwischen US-Truppen und irakischen Demonstranten an. Amerikanische Soldaten erschossen am Mittwoch vier irakische Zivilist und verletzten vier Polizisten, berichtete der arabische TV-Nachrichtensender "Al Jazeera" am Mittwoch.
Die Polizisten hätten gemeinsam mit Zivilisten versucht, Diebe am Eindringen in eine Bank zu hindern. Daraufhin hätten die US-Soldaten, die offenbar glaubten, die Menschen wollten sie angreifen, das Feuer auf die Gruppe eröffnet. "Die Amerikaner haben Angst, weil sie Feiglinge sind", sagte ein irakischer Polizist einem Reporter von "Al Jazeera". Am Vormittag hatten rund 50 Menschen bei einer Kundgebung im Stadtzentrum gegen das Auftreten der US-Truppen protestiert. Die US-Soldaten verstärkten ihre Patrouillen in Mosul und richteten zusätzliche Straßensperren ein. Am Mittwoch kreisten US-Hubschrauber über der Stadt.
Am Dienstag waren bei Protesten gegen den von den USA eingesetzten Gouverneur Mashaan el Juburi vor dem Gemeindehaus von Mosul nach Angaben von Ärzten 20 Menschen getötet worden. Nach Berichten von Augenzeugen sollen US-Soldaten in die Menge geschossen haben, nachdem die Demonstranten wegen der Aufrufe Juburis zur Zusammenarbeit mit den Amerikanern den Gouverneur mit Gegenständen beworfen hätten. Juburi hatte zuletzt in Syrien gelebt. Mit den amerikanischen Soldaten und kurdischen Kämpfern war er vor einigen Tagen nach Mosul gekommen. In einem Interview mit "Al Jazeera" erklärte er, die Irakis würden die Anwesenheit der US-Armee langfristig nicht akzeptieren.
In Teheran betonte Präsident Mohammad Khatami, der Iran werde keine nicht-irakische Regierung in dem Nachbarland anerkennen. Er hoffe, dass die US-Truppen sich so schnell wie möglich aus dem Irak zurückzögen und den Irakis erlaubten, ihr politisches Schicksal unter Anleitung der Vereinten Nationen selbst zu bestimmen. Zwischen den beiden führenden Kurdengruppen, der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) von Massud Barzani und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) von Jalal Talabani sind neue Feindseligkeiten ausgebrochen.
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