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Terrorgruppen im Nahen Osten
Nichts mit Osterfrieden: Bei Gefechten im Gaza-Streifen und im Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag mindestens sieben Palästinenser erschossen, darunter einen unbeteiligten Kameramann. Bei Einschlägen von drei palästinensischer Kassem-Raketen in der israelischen Ortschaft Sderot nahe der Grenze zum Gazastreifen wurde am Sonntagmorgen ein Bewohner verletzt. Eine Rakete habe ein Wohnhaus getroffen und einen Brand ausgelöst, sagte der Vize-Bürgermeister von Sderot, Pinhas Jossef Kohen, dem israelischen Armeerundfunk.
Die Geschosse seien vom Norden des Gazastreifens aus abgefeuert worden. Die von radikalen Palästinensern im Eigenbau hergestellten Kassem-Raketen werden vor allem von der islamistischen Hamas-Bewegung eingesetzt.
Die israelische Armee hat am frühen Sonntag ihren heftig umkämpften Vorstoß in den Gazastreifen beendet. Die Soldaten hätten sich zurückgezogen, teilte ein israelischer Armeesprecher mit. Bei dem Einsatz hätten sie zwei Tunnel zerstört, durch die Waffen aus Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt worden seien. Außerdem sei das Haus des örtlichen Hamas-Führers Mahmud Abu Shamala zerstört worden. Der radikale Palästinenser sei in den Waffenschmuggel verwickelt gewesen, hieß es weiter. Der Armeesprecher räumte ein, dass Palästinenser bei dem Vormarsch "heftige Gegenwehr" geleistet hätten.
Altstadt von Nablus angegriffen
Dutzende Soldaten hätten am Samstag die Altstadt von Nablus im Westjordanland durchkämmt, als sie von jugendlichen Steinewerfern angegriffen worden seien, berichteten Augenzeugen. Die Soldaten erschossen dabei einen palästinensischen Journalisten. Bei einem Armeevorstoß im südlichen Gaza-Streifen wurden nach Einbruch der Dunkelheit Augenzeugenberichten zufolge vier Palästinenser bei Gefechten im Flüchtlingslager Rafah getötet. Nahe Jenin im nördlichen Westjordanland sei zudem ein bewaffneter Palästinenser von Soldaten erschossen worden, der in eine jüdische Siedlung habe eindringen wollen, verlautete aus Armeekreisen.
Nach Armeeangaben wurden in Nablus bei der Militäroperation mehrere Palästinenser festgenommen, darunter eine Frau, die ein Selbstmordattentat geplant habe und der Mann, der sie angeworben habe. Nach einer Serie palästinensischer Selbstmordanschläge in Israel hatte die israelische Armee im vergangenen Sommer die meisten palästinensischen Städte im Westjordanland erneut besetzt.
Augenzeugen berichtete, im Zuge der Militäroperation seien Planierraupen vor zwei Häusern von militanten Palästinensern in Rafah postiert worden. Eine habe mit dem Abriss begonnen, nachdem die Bewohner zum Verlassen des Hauses aufgefordert worden seien. Rafah gilt als Hochburg militanter Palästinenser, die seit zweieinhalb Jahren mit einem Aufstand gegen die israelische Besatzungsmacht einen unabhängigen Palästinenserstaat erzwingen wollen.
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