Freitag, 18. April 2003

Nigerianischer Präsident Obasanjo im Amt bestätigt

  • Stichwahl nach offiziellen Angaben nicht mehr möglich

Der nigerianische Staatschef Olusegun Obasanjo ist nach offiziellen Angaben bereits in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im Amt bestätigt worden. Obasanjo habe in mindestens zwei Drittel der Bundesstaaten Nigerias 25 Prozent Zustimmung erhalten, teilte die amtliche Wahlkommission am Dienstag mit. Damit sei eine Stichwahl gegen Herausforderer Muhammadu Buhari nicht mehr möglich.

Nach Auszählung der Stimmen in 96 Prozent der Wahlbezirke lag Obasanjo bei rund 61 Prozent, Buhari bei 32,7 Prozent.

Nach Angaben von Beobachtern der Europäischen Union und aus den USA wurde die Präsidentschaftswahl durch Wahlbetrug und zahlreiche Unregelmäßigkeiten massiv manipuliert. In einigen Regionen seien noch nicht einmal die Mindeststandards für demokratische Wahlen eingehalten worden, erklärten die EU-Beobachter.

Dabei erwähnten sie vor allem sechs Bundesstaaten, in denen Obasanjos Partei den Sieg davontrug. US-Beobachter berichteten von "beträchtlichen" Unregelmäßigkeiten sowie von "offensichtlichem und vorsätzlichem Wahlbetrug" bei der Stimmabgabe im ersten Wahlgang am Samstag.

18.4.2003 22:03