Gespräche USA-Nordkorea kommende Woche
- Auch chinesische Beteiligung bei Treffen in Peking
Die USA und Nordkorea wollen in der kommenden Woche gemeinsam mit China versuchen, ihren Atomstreit beizulegen. Präsident George W. Bush habe einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt, verlautete am Dienstag aus US-Regierungskreisen in Washington. Gleichzeitig wurde ein Bericht der "New York Times" bestätigt, dass sich China bereit erklärt habe, als gleichberechtigter Partner an den Verhandlungen in Peking teilzunehmen.
In der Zeitung werden US-Diplomatenkreise mit der Einschätzung zitiert, die Teilnahme Chinas an den Gesprächen stelle einen Durchbruch dar. Nordkorea hat die Vorwürfe der USA zurückgewiesen, unter Verletzung internationaler Verträge an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten.
"Wir erwarten, dass die multilateralen Gespräche mit Nordkorea in Peking in der nächsten Woche beginnen", verlautete am Mittwoch aus US-Kreisen in Südkorea. Die Regierung in Seoul habe dem Vorhaben zugestimmt. Einen Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, dass die erste Verhandlungsrunde am 23. April beginnen solle, wurde in den Kreisen nicht bestätigt. Die US-Regierung werde sich im Laufe des Tages äußern.
Am Wochenende hatte Nordkorea angedeutet, es könne auf seine ursprüngliche Forderung nach bilateralen Verhandlungen mit den USA verzichten. Die USA hatten immer multilaterale Gespräche zur Beilegung des Atomstreits verlangt. Die US-Regierung will andere Regionalmächte wie China, Südkorea, Russland und Japan aber auch die Europäische Union in ihrer Funktion als Geberland Nordkoreas in die Gespräche einbeziehen.
Dem Bericht der "New York Times" zufolge haben die USA Japan und Südkorea zugesichert, sie über den Fortgang der Gespräche zu informieren. Gleichzeitig habe sich die US-Regierung vorbehalten, noch weitere Länder zu den Verhandlungen hinzuzuziehen.
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