Hüttenbrand auf Marktbachjoch in Tirol
- Neun Deutsche erlitten Rauchgasvergiftungen
- Kind wurde bewusstlos
Bei einem Hüttenbrand auf dem Marktbachjoch in der Wildschönau (Bezirk Kitzbühel) haben sich fünf deutsche Kinder und vier Erwachsene in der Nacht auf Dienstag über den Balkon vor den Flammen retten können. Sämtliche in der Hütte schlafenden Personen erlitten Rauchgasvergiftungen. Ein Kind war bewusstlos. Brandursache dürfte ein unsachgemäß beheizter Holzofen gewesen sein, teilte die Freiwillige Feuerwehr Hopfgarten der mit.
Die neun Deutschen aus München und Herrsching hatten sich Montagmittag in der von der Bayrischen Vereinsbank angemieteten Hütte "Alte Bergstation" neben dem Berghotel "Panorama" einquartiert. Einer der Gäste dürfte - vermutlich kurz vor dem Schlafengehen - gegen 1.00 Uhr den Holzofen im Erdgeschoss der Hütte unsachgemäß nachgeheizt haben. Etwa eine Stunde später sei es dadurch zu starker Rauchentwicklung und zum Brandausbruch gekommen. Die im Obergeschoss schlafenden Kinder und Erwachsenen seien durch den Rauch aus dem Schlaf gerissen worden, teilte die Gendarmerie mit.
Über den Balkon und einen Hüttenanbau sprangen alle Neun in den Schnee und konnten sich so in Sicherheit bringen. Im Hotel nebenan fanden die Deutschen Unterschlupf.
Der Anfahrtsweg der Freiwilligen Feuerwehren Hopfgarten und Niederau über einen schmalen Waldweg gestaltete sich schwierig. Die fünf Kinder und vier Erwachsenen wurden mit der Rettung in die Krankenhäuser Kitzbühel und Kufstein gebracht. Der Verletzungsgrad war vorerst noch unbestimmt. Durch das Ausbrennen der Innenräume im Erdgeschoss entstand schwerer Sachschaden in vorerst unbekannter Höhe.
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